Als Superstar hat Lewis Hamilton eine große Reichweite – und diese nutzt er für den Kampf für Rassengleichheit. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Momentan befindet sich der siebenmalige Weltmeister in der Formel 1 in einem seiner härtesten Titelkämpfe gegen Max Verstappen von Red Bull.

Der Mercedes-Pilot Hamilton liegt bei fünf ausstehenden Rennen mit zwölf Punkten zurück. Da bleibt nicht viel Zeit für ein Engagement neben der Strecke – könnte man meinen. Denn der Engländer ist sich sicher, dass ihm sein Kampf auch im Cockpit hilft. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Jetzt ist es Arbeit, die ich im Hintergrund verrichte, und ich gehe darin auf und genieße diesen Job. Hilft es mir bei den Rennen? Ich denke schon. Es ist so etwas wie mein neuer Antrieb, und ich habe das Gefühl, dass ich dadurch länger durchhalte, denn es ist eine Menge Arbeit, die wir erledigen müssen“, sagte Hamilton zu Sky Sports: „Ich habe auch das Gefühl, dass es meinem Leben einen echten Sinn gibt. Der Rennsport ist kein Zweck, er ist etwas, das man tut.“

Hamilton „stärker als je zuvor“

Im letzten Jahr hatte der Rennfahrer die Black-Lives-Matter-Bewegung unterstützt und die Formel 1 dazu aufgefordert, sich mit Fragen der Vielfalt innerhalb des Sports auseinanderzusetzen. Nach seinem Sieg beim GP der Toskana trug Hamilton auf dem Podium ein T-Shirt, das auf die Erschießung der schwarzen Ärztin Breonna Taylor aufmerksam machte.

Seitdem hat er seine eigene Stiftung „Mission 44″ gegründet und 20 Millionen Pfund in sie investiert, um junge Menschen aus unterrepräsentierten Schichten durch Bildung und Beschäftigung zu unterstützen und zu fördern.

„In diesem Jahr habe ich nicht aus vergangenen Erfahrungen geschöpft, sondern aus der Energie, diese positive Arbeit zu leisten“, sagte der 36-Jährige: „Das habe ich letztes Jahr gemerkt, und es war ein Teil davon. Auf das Podium zu kommen, damit ich Breonna diese Stimme geben kann, das war ein super Antrieb für mich.“

Lewis Hamilton hat den großen Preis von Russland gewonnen. Der Sieg in Sotchi war gleichzeitig ein Meilenstein in der Formel-1-Karriere des Mercedes-Piloten.

Lewis Hamilton hat den großen Preis von Russland gewonnen. Der Sieg in Sotchi war gleichzeitig ein Meilenstein in der Formel-1-Karriere des Mercedes-Piloten.

Sein Engagement scheint eine Aufgabe zu sein, die Hamilton auch nach dem Ende seiner Karriere in der Formel 1 vorantreiben wird. Vielmehr klingt es nach einer Lebensaufgabe und einer dauerhaften Einstellung. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

„Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich eine Aufgabe im Leben habe und es nicht nur darum geht, Meisterschaften und Rennen zu gewinnen. Das ist alles cool, aber ich möchte auch etwas bewirken können, um den jungen Leuten zu helfen. Mental bin ich stärker als je zuvor, und das ist ein großer Teil davon. Mental war ich ohnehin schon lange stark, aber ich glaube, das hat mich noch mehr gefestigt. Ich lasse mich von all dem, was hier passiert, nicht ablenken. Ich komme an und tue das, was ich gerne tue. Das ist positiv.“

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