Der Große Preis von Miami entwickelt sich schon in den ersten Runden zum echten Chaos-Rennen. Zunächst drehte sich Max Verstappen nach einem Fehler, dann crashte Isack Hadjar in die Mauer, ehe sich wenige Sekunden später Pierre Gasly überschlug.

Den spektakulärsten Crash erlebte Gasly: Der Franzose vom Team Alpine wurde völlig ohne Not von Liam Lawson von der Strecke gedrängt, überschlug sich durch die Berührung und krachte anschließend übel in die Bande.

Der Start des F1-Rennen in Miami verlief chaotisch
Der Start des F1-Rennen in Miami verlief chaotischDer Start des F1-Rennen in Miami verlief chaotisch© IMAGO/kolbert-press

„Ich bin sehr enttäuscht. Das sah natürlich schon sehr gefährlich aus, speziell, weil man nicht weiß, was passiert, wenn man da mal so durch die Luft gewirbelt wird. Das war schon beängstigend und hat mich in dem Moment schon ein bisschen schockiert. Zum Glück geht es mir gut. Deshalb bin ich jetzt vor allem enttäuscht“, sagte Gasly bei Sky.

Formel 1: Auch für Lawason war das Rennen beendet

Zum Glück konnte Gasly kurz danach sein Auto eigenständig verlassen und so auch den Unfall analysieren: „Ich habe später gebremst und ihm vorne eigentlich genug Platz gelassen, sodass wir eigentlich beide hätten ohne Probleme durchkommen können. Ich habe aber auch die Bilder noch nicht gesehen, weiß also nicht, ob er sich verbremst hat. Er hat mich auf jeden Fall berührt und dann habe ich mich überschlagen.“

Das Rennen war für ihn aber beendet – wie übrigens auch für Lawson, der sich beim Manöver ebenfalls das Auto kaputt fuhr.

Um die verschiedenen defekten Autos von der Strecke zu bekommen, musste anschließend das Safety-Car rausfahren. Sechs Runden später kam es zum Restart.

Formel 1: Bitterer Start für Red Bull

Extrem bitter verlief der Start auch für Red Bull. Dabei hatte Verstappen eigentlich einen starken Start erwischt und zumindest für wenige Meter die Führung übernommen. Doch dann schoss erst Charles Leclerc am Red-Bull-Pilot vorbei, ehe sich Verstappen in der zweiten Kurve drehte.

Der Niederländer war ohne Gegnerkontakt zu weit von der Strecke abgekommen und drehte sich daraufhin auf dem rutschigen Curb. „Ah fuck! Sorry, Jungs“, funkte ein frustrierter Verstappen an die Box.

Durch den Dreher fiel er auf den neunten Platz zurück. Als das Safety-Car nach den beiden Unfällen auf die Strecke kam, fuhr Verstappen gleich in die Box und fiel sogar auf Platz 16 zurück. Anschließend kämpfte sich der Niederländer aber mit harten Reifen wieder an die Spitze des Feldes. Er kämpfte lange um sein erstes Podest des Jahres gefahren war, wurde beim nächsten Sieg von Kimi Antonelli letztendlich Fünfter.

Hadjar nach Ausscheiden mit Wutanfall

Noch bitterer lief es für seinen Teamkollegen Hadjar, der ohne Gegnerdruck einen Fehler machte und in der sechsten Runde anschließend frontal voll in die Wand fuhr. Der Ärger über sein Missgeschick war anschließend so groß, dass er mehrfach vor Wut auf sein Auto einschlug.

Früh beendet war das Rennen übrigens auch für Nico Hülkenberg. Der Deutsche musste seinen Audi aufgrund von technischen Problemen bereits nach neun Runden in der Box abstellen.

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