McLaren hat das Start-Debakel beim China-Grand-Prix aufgearbeitet – und zwei unterschiedliche Ursachen identifiziert. Sowohl Lando Norris als auch Oscar Piastri konnten in Shanghai nicht ins Rennen gehen, nachdem ihre Mercedes-Antriebseinheiten kurz vor dem Start streikten.
Teamchef Andrea Stella sprach von einem „außergewöhnlichen“ Vorgang: Zwei terminale Probleme „nahezu zeitgleich am selben Bauteil“ auf der elektrischen Seite der Power Unit. Bereits vor dem Start hatte McLaren gemeinsam mit Mercedes HPP eine Untersuchung angekündigt.
Zwei Defekte, zwei Ursachen
Wie sich nun herausstellte, waren die Auslöser verschieden. Bei Norris legte ein Software-Problem die Batterie lahm – das Energiespeichersystem wurde unbrauchbar und dauerhaft aus seinem Komponenten-Pool gestrichen. Piastri hingegen hatte es mit einem Hardware-Defekt an einem Zusatzbauteil zur Batterie zu tun. Hier besteht die Hoffnung, die Einheit nach Austausch des betroffenen Teils weiter einsetzen zu können.
Für Norris ist der Schaden besonders heikel: Pro Saison sind die Energiespeicher streng limitiert, zusätzliche Wechsel ziehen Startplatzstrafen nach sich. Ein früher Verlust erhöht also den Druck im weiteren Jahresverlauf.
Norris: „Das tat richtig weh“
Vor dem Japan-GP in Suzuka zeigte sich der Brite selbstkritisch: „Natürlich hat uns das als Team wehgetan. Zwei Autos, die ein Rennen nicht starten – das lässt uns nicht gut aussehen.“ Es habe besonders geschmerzt, „weil es außerhalb unserer Kontrolle lag“. Gemeinsam mit Mercedes HPP habe man intensiv analysiert, „wie und warum es passiert ist“, um eine Wiederholung zu verhindern.
Fakt ist: In Shanghai sahen beide McLaren-Piloten nicht einmal die Einführungsrunde und wurden als Nichtstarter gewertet. Ein herber Rückschlag für die Weltmeistermannschaft – ausgelöst durch die sensibelste Komponente der modernen Hybrid-Formel-1.