Am kommenden Sonntag ist es soweit: Nach einer langen Saison feiert die Formel 1 mit dem letzten Rennen in Abu Dhabi ihren Abschluss. Ab 14 Uhr (im LIVETICKER) kämpfen die 20 Piloten noch einmal um die vorderen Plätze auf dem Yas Marina Circuit.
Doch worum geht es beim Großen Preis von Abu Dhabi überhaupt noch? Dass mit Max Verstappen der alte Weltmeister auch der neue ist, ist bereits seit dem Sprintrennen in Katar Anfang Oktober klar. Am vergangenen Wochenende sicherte sich zudem sein Teamkollege Sergio Pérez mit Rang drei beim Las-Vegas-GP die Vizeweltmeisterschaft.
Auch der dritte Platz ist bereits vergeben – an Rekord-Weltmeister und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. Der undankbare vierte Rang ist derweil noch nicht fix. Ferrari-Pilot Carlos Sainz und Aston-Martin-Routinier Fernando Alonso liegen mit jeweils 200 Punkten gleich auf. Wer mehr Punkte holt, wird am Ende Vierter.
Verdrängt Ferrari Mercedes noch von Rang zwei?
In der Konstrukteurs-WM sind die Platzierungen derweil nicht ganz so eindeutig. Selbstverständlich abgesehen von Weltmeister Red Bull. Der Rennstall liegt vor dem letzten Rennen mehr als 400 Punkte in Führung und muss sich schon seit geraumer Zeit keine Gedanken mehr über die Teamwertung machen.
Bei der Konkurrenz sieht die Sache dagegen ganz anders aus – und darin liegt die Brisanz für das letzte Saisonrennen. Nachdem es lange Zeit danach aussah, dass Mercedes Rang zwei in der Konstrukteurs-WM für sich entscheiden kann, wurden die Karten inzwischen neu gemischt.
Die Silberpfeile schwächelten zuletzt immer wieder, Ferrari kam immer näher heran. Das Minimalziel Vize-WM ist für das Team um Hamilton und George Russell akut in Gefahr, beträgt der Vorsprung auf die Scuderia doch nur noch mickrige vier Punkte.
Viel Geld steht auf dem Spiel
Beim Blick auf das Punktesystem der Königsklasse wird deutlich: Viel ist das nicht! So beträgt beispielsweise der Unterschied zwischen den Plätzen zwei und vier sechs Punkte. Erwischen die Silberpfeile erneut ein eher unglückliches Wochenende, ist Rang zwei in Abu Dhabi futsch.
Gewiss, einen Pokal gibt es für den zweiten Platz nicht, dafür aber etwas viel Wichtigeres: massig Extra-Kohle. Genauer gesagt geht es um 25 Millionen Dollar mehr – oder eben weniger in der Teamkasse.
Das machte auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem frustrierenden Rennen in Las Vegas deutlich. „Für unsere Mitarbeiter macht es einen Unterschied, ob wir Zweiter oder Dritter werden, auch im Finanziellen.“
Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur ist nach der Aufholjagd zuletzt verhalten optimistisch: „Wenn man bedenkt, dass wir vor ein paar Rennen 60 Punkte hinter ihnen lagen, sind wir auf einem guten Weg. Aber Abu Dhabi wird eine andere Geschichte sein, vier Punkte sind nichts oder viel.“ Aber: „Das Momentum ist auf unserer Seite und wir werden sehen, was passiert.“
McLaren oder Aston Martin – wer wird Vierter?
Die beiden Traditionsteams sind aber nicht die einzigen, die im Wüstenstaat dringend Punkte benötigen. So ist beispielsweise auch der Kampf um Platz vier noch offen, wenn auch nicht ganz so knapp. Zwischen dem viertplatzierten McLaren-Team und Aston Martin auf Rang fünf liegen elf Punkte.
- Fahrerwertung Formel 1
- Teamwertung Formel 1
- Formel 1 Kalender
- Formel 1 Liveticker
- Ergebnisse der Formel 1
Beim Rennen in Las Vegas machte Aston Martin am vergangenen Wochenende zehn Punkte auf McLaren gut, ausgeschlossen ist ein Platztausch zwischen beiden also mitnichten.
Bei den schwächeren Teams steht die Endplatzierung in der Konstrukteurs-WM ebenfalls noch nicht final fest. So könnte beispielsweise noch AlphaTauri auf Rang acht an Williams auf Platz sieben vorbeiziehen, beide Teams trennen sieben Zähler.
Bei den beiden Schlusslichtern, Alfa Romeo und Haas, ist die Chance auf eine Änderung derweil nicht mehr allzu groß, fahren diese Teams doch nur selten Punkte ein.