In die Feierlichkeiten des dritten WM-Titel von Max Verstappen nach dem Sprintrennen in Katar mischte sich auch ein sonderbares Gefühl. Normalerweise feiert man so einen Erfolg ausgelassen nach dem Rennen, nun steht das Hauptrennen aber noch bevor.

„Für uns ist es eine Premiere und ungewöhnlich“, bestätigte Red Bulls Teamchef Christian Horner nach dem Titelgewinn, fügte aber auch hinzu: „Aber wissen Sie was – der Gewinn einer Weltmeisterschaft ist das magischste Gefühl und etwas, das man als Team diesen Moment feiern muss.“

Allerdings verzichtete das Team auf eine Tradition, um eine mögliche Bestrafung durch die FIA zu vermeiden. Normalerweise versammelt sich die komplette Mannschaft nach dem Titelgewinn in der Boxengasse und verspritzt Red Bull. Das namensgebende Brausegetränk hat jedoch die Eigenschaft, auf dem Boden klebrige Spuren zu hinterlassen – und hätte damit in Konflikt mit Artikel 34.10 der Formel-1-Regularien geraten können.

Dort heißt es: „Außer durch Trocknen, Fegen oder den Abrieb von Reifengummi beim Boxenstopp dürfen die Teams nicht versuchen, die Griffigkeit des Untergrunds in der Boxengasse zu verbessern. Es sei denn, es wurde ein eindeutiges Problem identifiziert und einer Lösung wurde von der Sicherheitskommission zugestimmt.“

Red Bull verlegt Feierort

Zwar wäre das Verspritzen von Getränken bei einer Jubelfeier kein absichtlicher Versuch. Dennoch bestätigte ein Mitglied des Red-Bull-Teams bei motorsport.com, dass man jeglichen Anschein vermeiden wolle, den Zustand der Boxengasse für das Rennen am Sonntag (ab 19.00 Uhr im SPORT1-Liveticker) zu verändern.

Daher hatte sich Red Bull entschieden, nach dem gewonnenen WM-Titel lediglich ein Bild mit dem gesamten Team vor der Box zu machen. Danach wurde die Feierlichkeit an einen anderen Ort verlegt, um dort Verstappens dritten Titel in der Formel 1 zu begießen.