Als erster Deutscher hat Ken Roczen die US-Supercross-Meisterschaft gewonnen. Dem Thüringer reichte im letzten Rennen in Salt Lake City ein fünfter Platz, um den bedeutenden Titelgewinn klarzumachen.
„Je älter ich werde, desto mehr mentale Arbeit muss ich in all das stecken. Die ganze Woche war so hart für mich“, sagte der 32-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Finale in Utah. „Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist. Ich bin müde.“ Roczen ist der mit Abstand älteste Träger dieses Titels.
Supercross: Roczen lieferte sich Kopf-an-Kopf-Rennen
Seit Beginn der Saison in Anaheim hatte sich der Suzuki-Fahrer ein enges Duell mit dem Australier Hunter Lawrence (Honda) geliefert. Beide gewannen je fünf Rennen, am Schluss trennten sie nur drei Punkte voneinander. Ein Sturz von Lawrence im letzten Lauf, durch den er auf Rang sieben abrutschte, führte zu einem Endstand von 349 zu 346.
Roczen galt schon als Kind als großes Talent, wurde 2009 jüngster Grand-Prix-Sieger der Geschichte und stand weltweit auf Podien. Nach zwei schweren Armbrüchen in 2017 und einer Gürtelrose kämpfte Roczen sich über viele Jahre zurück in die Weltspitze.