Mick Schumacher hat die Chance auf sein bislang bestes Resultat in der IndyCar Series durch ein zu riskantes Manöver in der Schlussphase des Rennens in Indianapolis leichtfertig vergeben.
Der frühere Formel-1-Pilot lag auf der Grand-Prix-Strecke, wo sein Vater Michael einst vier Siege in der Königsklasse des Motorsports gefeiert hatte, kurz vor dem Ziel auf Platz zwölf. Die Durchfahrtsstrafe nach einer Kollision mit Santino Ferrucci (Foyt Chevrolet) warf ihn aber auf Platz 20 zurück.
IndyCar: Schumacher noch nicht besser als Platz 17
„Es ist schade, dass es so zu Ende gegangen ist“, sagte Schumacher: „Wenn man alles in Betracht zieht – und bedenkt, dass zwei Runden vor Schluss definitiv ein zehnter oder elfter Platz in Reichweite war: Hätte mir das jemand vor dem Rennen prophezeit, hätte ich sofort gesagt: ‚Ja, klar, das nehme ich!‘ Deshalb ist es, ehrlich gesagt, ziemlich mies, am Ende nur auf Platz 20 ins Ziel zu kommen.“
Mick Schumacher (RLL Honda) sammelt in seiner Rookie-Saison weiter Lehrgeld, besser als Platz 17 war der 27-Jährige bislang nie. Den Sieg in Indianapolis, dem sechsten Rennen der Saison, sicherte sich der Däne Christian Lundgaard (McLaren Chevrolet). Weiter geht es mit den legendären Indy 500 am 24. Mai, in der kommenden Woche stehen allerdings bereits die ersten Trainingsläufe an.
Schumacher ist nach seinen Engagements in der Formel 1 sowie zuletzt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) der erste IndyCar-Pilot aus Deutschland seit 21 Jahren. Letzter Deutscher in der Serie vor ihm war 2005 Timo Glock.