Durchwachsener Saisonstart für das deutsche Paradeboot: Der Kajak-Vierer hat in der Gold-Formation von Olympia 2024 beim Weltcup-Auftakt einen Podestplatz hauchdünn verpasst. Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Rückkehrer Tom Liebscher-Lucz fehlten am ersten Finaltag in Szeged/Ungarn 0,6 Sekunden auf die siegreichen Gastgeber, das Podium war für die Fünftplatzierten lediglich 5 Tausendstel entfernt.

Liebscher-Lucz und das Toiletten-Drama

„Am Start haben wir leider zu viel liegen lassen, in der Weltspitze wird das bestraft. Die zweite Rennhälfte hatten wir die zweitbeste Zeit, das war dann schon besser“, kommentierte Bundestrainer Arndt Hanisch.

Der dreimalige Olympiasieger Liebscher-Lucz hatte bereits am Freitag einen gebrauchten Tag erwischt: Wegen einer verschlossenen Toilettentür verpasste er beinahe den Start des Halbfinallaufs. „25 Minuten vor dem Rennen war ich eingeschlossen und kam nicht heraus. Irgendwann habe ich mit meiner Schulter die Tür zerstört. Sorry an die Organisatoren“, sagte der 32-Jährige. Liebscher-Lucz schaffte es nach seiner Befreiungsaktion noch rechtzeitig an die Startlinie.

In der Saison 2025 hatte Liebscher-Lucz seinen Platz im deutschen Vierer verloren. Nun hat er sich zurückgekämpft. Liebscher-Lucz hatte 2016, 2020 und 2024 mit dem K4 jeweils olympisches Gold gewonnen.