Nahezu unverändert geht der Deutschland-Achter in die neue Rudersaison. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) wird von Steuermann Jonas Wiesen und dem neuen Schlagmann Sönke Kruse angeführt, Tassilo von Müller ist der einzige Neuling.
Höhepunkt des Jahres für das Paradeboot sind die Weltmeisterschaften in Amsterdam (24. bis 30. August).
Zusätzliche Power für den Achter
„Alle Ruderer haben physiologisch zugelegt, Tassilo gibt uns zusätzliche Power“, sagte Trainer Mark Emke, der in seine zweite Saison mit dem Achter geht: „Die Mannschaft versteht auch mein Konzept und meine Idee, wie wir rudern wollen, besser. Das macht uns insgesamt stärker und schneller.“
Julius Christ, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Paul Klapperich und Theis Hagemeister behalten ihre Plätze. Neuling von Müller studierte zuletzt einige Jahre in den USA und Großbritannien und ist nun zurück am Stützpunkt in Dortmund. Mit dem Oxford-Achter nahm er unter anderem am traditionsreichen Boat Race teil.
Weltcup Sevilla als erster Gradmesser
Erster Gradmesser ist der Weltcup im spanischen Sevilla (29. bis 31. Mai). Nach schwankenden Leistungen in der Vorsaison, die mit WM-Platz sieben in Shanghai endete, hofft das deutsche Team auf ein stabileres Jahr 2026. Bis zur WM warten noch der Weltcup in Luzern/Schweiz (26. bis 28. Juni) und die EM in Varese/Italien (31. Juli bis 2. August).
Nach dem Umbruch infolge der Spiele von Tokio 2021 musste der Achter auf dem Weg zu den Sommerspielen in Paris immer wieder Rückschläge hinnehmen. Nach Platz vier bei Olympia 2024 sind die Sommerspiele in zwei Jahren in Los Angeles das langfristige Ziel des DRV-Flaggschiffs.