Der deutsche Leichtathletik-Verband schickt vier Staffeln zu den Weltmeisterschaften in Tokio (13. bis 21. September). Bei den World Relays, den Ausscheidungsrennen in Guangzhou/China, qualifizierten sich am Samstag die Männer und Frauen über 4×100 m sowie die Frauen über 4×400 m. Dazu löste am Sonntag auch die Mixed-Staffel über 4×400 m das WM-Ticket. Nur die 4×400-m-Staffel der Männer verpasste die Qualifikation.
Die 100-m-Sprinter mit 9,99-Sekunden-Mann Owen Ansah, Kevin Kranz, Yannick Wolf und Lucas Ansah-Peprah belegten bereits in ihrem Vorlauf Platz zwei, das reichte für Tokio. Die Frauen, die ohne Ex-Europameisterin Gina Lückenkemper angetreten waren, schafften es in der Besetzung Sophia Junk, Nele Jaworski, Jessica-Bianca Wessolly und Rebekka Haase über die Zeit.
„Wir haben das WM-Ticket gelöst, das war die Hauptaufgabe. Es war ein solides Rennen von uns“, sagte Junk, die wie beim Gewinn der olympischen Bronzemedaille 2024 in Paris an Position eins gestartet war, nach dem Vorlauf.
In der 4×400-m-Staffel der Frauen liefen Skadi Schier, Johanna Martin, Mona Meyer und Eileen Demes im Vorlauf auf Platz zwei. „Das war eine faustdicke Überraschung, mit der wir gar nicht gerechnet haben“, sagte Bundestrainer Volker Beck. Die Mixed-Staffel mit Manuel Sanders, Johanna Martin, Emil Agyekum und Jana Lakner nutzte ihre zweite Chance am Sonntag.
Das deutsche Team hatte sich in einem Trainingslager in Kuala Lumpur auf die World Relays vorbereitet, erstmals stand dort der Mixed-Wettbewerb über 4×100 m auf dem Programm – Platz vier im Vorlauf sprang für Deutschland heraus. Bei der WM in Tokio wird das neue Event noch nicht ausgetragen, aber bei der EM 2026 und auch bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.