Bei einer turbulenten Show des WWE-Rivalen mit diversen Überraschungen war diese die größte.
Bei Double or Nothing 2021 gab All Elite Wrestling die Verpflichtung des früheren WWE World Champions Mark Henry bekannt, der seinen Weggefährten „Big Show“ Paul Wight und Christian Cage nach Jacksonville gefolgt ist – nach offiziellen Angaben zunächst als „Analyst“ für die neue Show Rampage und als Trainer.
Was steckt hinter der bemerkenswerten Wechselserie der WWE-Legenden? Setzt AEW zu sehr auf alternde Stars der Konkurrenz? Oder ist es stattdessen ein Fehler von WWE, die großen Namen nicht gehalten zu haben?
In der neuen Episode von Heelturn – der SPORT1 Wrestling Podcast mit den Wrestling-Experten Marcus Hinselmann und Martin Hoffmann ist diese Frage zentales Thema. Die neue Folge gibt es wie immer auf SPORT1, Spotify, Apple Podcasts, Deezer und überall wo es Podcasts gibt!
Mark Henry von WWE zum AEW – das meint Marcus Hinselmann:
„Ich finde nicht, dass WWE sich etwas vorzuwerfen hat. Wenn Big Show, Christian, Henry andere Vorstellungen von der Rolle haben, die sie bei WWE noch spielen könnten als sie, dann ist das ihr gutes Recht, aber bei WWE gibt es viele gute Leute, auch hinter den Kulissen und vielleicht haben sie da einfach nicht ihren Platz gefunden. Dass es dann auseinandergeht: Legitim von beiden Seiten aus. Wenn die drei sich bei AEW besser ausleben können: Win-win für alle. Mark Henry wird super für AEW sein, aber sein Abgang macht das WWE-Produkt nicht schlechter.
Das Bashing, dass AEW durch die Wechsel zu WCW 2.0 wird, ist deplatziert, die meisten der Altstars werden bei AEW so eingesetzt, dass sie keinem jüngeren Talent ihren Platz wegnehmen und ihnen schaden. Aber schadet ihr Fehlen WWE? Ich finde nicht. So wie Big Show, Henry oder auch Sting zuletzt bei WWE eingesetzt worden waren, brauche ich sie dort nicht mehr.“
Das meint Martin Hoffmann:
„Mark Henry ist ein guter Fang für AEW, ein unterschätztes Powerhouse, ein Typ, der was ausstrahlt und sich ja auch schon als Talentförderer bewiesen hat. Hat WWE sich nichts vorzuwerfen? Ich finde schon. Es hat schon eine Signalwirkung, wenn prägante Figuren wie Big Show und Henry mit langer Geschichte bei WWE sich in gewisser Weise vergrault fühlen – Paul Wight hat das ja deutlich gemacht. Und es hat im Fall der beiden auch eine Signalwirkung, dass sie AEW als Kaliber empfinden, das groß genug für sie ist, als die Alternative, die der frühere Konkurrent TNA / Impact nicht für sie war.
Ich finde, dass WWE seine Legenden besser einsetzen könnte. Dass mittlerweile fast alle, die WWE in der Fehde zwischen Drew McIntyre und Randy Orton an Orton verfüttert hat, zu AEW gegangen sind, ist bezeichnend. Big Show hat selbst gesagt, dass er sich damals von WWE schlecht dargestellt gefühlt hat und wie Mark Henry in seinem letzten WWE-Segment wie ein dummer August auf einem Scooter vor Orton geflüchtet ist, hätte vielleicht auch nicht sein müssen. WWE könnte seine Legenden anders behandeln. Dass junge Stars von ihnen profitieren, ohne dass sie selbst völlig degradiert werden. AEW gelingt das besser – und es zieht die Altstars wohl auch deshalb dorthin. Und WWE geht dadurch Renommee und Kompetenz verloren, vor und hinter der Kamera.“
Außerdem Thema in der neuen Heelturn-Ausgabe:
– Mega-Beben um WWE und die Japan-Liga NJPW auf Kosten von AEW?
– Young Bucks vs. Moxley & Kingston – der Showstealer von Double or Nothing
– Die Stärken und Schwächen des Stadium Stampede Matches
– Omega vs. Cassidy vs. Pac und die Folgen: Die World-Title-Szene bei AEW
– User-Feedback zu Roman Reigns: Nur Brock Lesnar 2.0?
– 3 THESEN OF DOOM: Sollte AEW Jungle Boy zum Champ machen?, Schafft Aleister Black den Durchbruch?, Startet Finn Balor auch im Hauptkader wieder durch?
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