Es klingt verrückt – aber es ist keinesfalls undenkbar: US-Präsident Donald Trump ist für einen weiteren Gastauftritt bei WWE im Gespräch.
Boxer Tyson Fury ist nicht der erste Stargast, der beim Wrestling mitmischt. Von Muhammed Ali bis Tom Gerhardt: SPORT1 zeigt seine berühmten Vorläufer in Bildern.
Trump-Auftritt bei SmackDown?
Ein ungenanntes Mitglied des WWE-Kreativteams äußerte sich gegenüber sportskeeda.com vielsagend: „Fox hat wegen Trump nachgefragt. Also versuche ich etwas Kurzes und Lockeres für ihn zu schreiben, das ihn gut aussehen lässt. Vince (Vince McMahon, WWE-Vorsitzender, Anm.d.Red.) will nicht, dass wir irgendwas Schlechtes über Trump sagen. Ich versuche also mein Bestes.“
DAZN gratis testen und Kampfsport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE
Der Auftritt des aktuellen Bewohners des Weißen Haus wäre insoweit plausibel, da es sich bei der Show am 4. Oktober um die erste bei Fox handelt. Der Sender hatte sich vor kurzem die Rechte an der WWE gesichert – und ist bekanntermaßen der Lieblingssender von Donald Trump.
Der Präsident und die WWE
Dazu haben Trump und die WWE bereits eine gemeinsame Vergangenheit: Er sponsorte bereits WrestleMania IV und V (1988-89), als sich die WWE in einer finanziellen Schieflage befand.
Seinen größten Auftritt hat er aber 2007, als er an einer Fehde mit Vince McMahon teilnahm. Diese beinhaltete auch ein Hair vs. Hair-Match zwischen dem als Trumps Schützling auftretenden Bobby Lashley und Umaga bei WrestleMania 23. In Folge dessen durfte Trump dem WWE-Vorsitzenden noch im Ring eine Glatze rasieren. Trumps Auftritte brachten ihm gar einen Platz in der WWE Hall of Fame ein.
Persönliche Verbindung zu McMahon
Abseits des Wrestling-Rings verstehen sich Trump und McMahon aber glänzend. McMahons Ehefrau Linda war sogar zwei Jahre lang als Vorsitzende der Small Business Administration im Weißen Haus unter Trump beschäftigt.
Bei der Megashow in Tokio zementieren die NJPW-Stars ihre Ausnahmestellung, WWE-intern stellt NXT einen neuen Spitzenreiter. Das SPORT1-Ranking der weltbesten Wrestler.
Diese persönliche Verbindung sowie die gemeinsame Geschichte und die Kooperation mit Fox lassen den Einsatz des US-Präsidenten im Ring durchaus plausibel erscheinen, einerseits. Andererseits: Seit Trumps Wahl hatte WWE bewusst darauf verzichtet, ihr Verhältnis zu ihm öffentlich zu thematisieren – um keinen Ärger mit denen zu provozieren, die nicht zu seinen Anhängern gehören.
WWE selbst hat das kuriose Gerücht bisher dementiert. Tom Colohue von sportskeeda.com bestätigte jedoch, dass laut zweier unabhängiger Quellen von FOX und innerhalb der WWE „die Gespräche so weit fortgeschritten sind, dass WWE und das Team von Donald Trump in Kontakt stehen.“