Die AC Milan hat am letzten Spieltag die fast schon sicher geglaubte Qualifikation für die Champions League noch verspielt!

Die Rossoneri verloren im eigenen Stadion gegen Cagliari Calcio mit 1:2 (1:1). Die italienische Zeitung Gazzetta dello Sport titelte mit einer „Katastrophe“ und „Harakiri“.

Luka Modric und Milan verpassen die Champions League
Luka Modric und Milan verpassen die Champions LeagueLuka Modric und Milan verpassen die Champions League© IMAGO/LaPresse

Presse: Vernichtendes Urteil für Milan

„Die AC Mailand schafft es, den einfachsten aller Matchbälle zu verspielen und verabschiedet sich auf die traurigste, schmerzhafteste und schuldbewussteste Weise von seinem einzigen, wahren Saisonziel. Die Musik ist vorbei, die Freunde gehen. Und mit ihnen die Millionen der Champions League. Es wird die Europa League sein, und das ist eine fußballerische Blasphemie für eine Mannschaft, die seit dem vierten Spieltag stets unter den ersten vier Plätzen stand“, lautete das knallharte Urteil der Gazzetta.

Dabei erwischte die Mannschaft von Massimiliano Allegri den perfekten Start und ging früh durch Alexis Saelemaekers in Führung (2.).

Doch Cagliari – eine Mannschaft, die den Klassenerhalt bereits im Vorfeld sicher hatte, aber keine Chance mehr auf das internationale Geschäft hatte – drehte die Partie noch. Gennaro Borrelli (20.) und Juan Rodriguez (57.) waren für die Gäste erfolgreich.

Füllkrug und Modric bei Pleite eingewechselt

Auch das eingewechselte Duo um den deutschen Stürmer Niclas Füllkrug und Kroatien-Ikone Luka Modric konnte die Pleite nicht mehr abwenden.

Aus den letzten fünf Ligaspielen holte Milan lediglich vier Punkte. Damit ist die fast schon sicher geglaubte CL-Qualifikation futsch!

Auch Niclas Füllkrug war enttäuscht
Auch Niclas Füllkrug war enttäuschtAuch Niclas Füllkrug war enttäuscht© IMAGO/LaPresse

Milan-Desaster hat sensationelle Folgen

Das Desaster hat sensationelle Folgen: Stattdessen jubeln die AS Roma und Como 1907 – beide Vereine zogen noch an Milan vorbei.

Die Roma kehrt nach sieben Jahren Abstinenz in die Königsklasse zurück. Überraschungsteam Como unter Trainer Cesc Fàbregas wird erstmals in der Champions League vertreten sein.

Der Provinzklub, der in den 80er-Jahren (unter anderem mit dem deutschen Nationalspieler Hansi Müller) bereits eine Serie-A-Vergangenheit hatte, mischte die Liga in dieser Spielzeit mächtig auf.

Der Verein, der zwischenzeitlich sogar in der Viertklassigkeit versank, erlebte einen schwindelerregenden Aufstieg – gekrönt von Tabellenplatz vier.

Und so wird im altehrwürdigen Stadio Comunale Giuseppe Sinigaglia am malerischen Comer See kommende Saison Champions-League-Fußball gespielt.