Lionel Messi – für lau?

Dass sich Barcelonas Klub-Präsident Joan Laporta eine kostenlose Vertragsverlängerung mit dem argentinischen Superstar gewünscht hatte, sorgte vor einigen Wochen für Verwunderung. Schließlich war der Angreifer vor seinem Wechsel zu Paris Saint-Germain der bestbezahlte Sportler der Welt.

Und auch bei Messi selbst sorgten die Aussagen von Laporta für Irritationen.

Denn der sechsmalige Weltfußballer hat offenbar nie davon erfahren, dass e zum Nulltarif beim katalanischen Renommierklub weitermachen sollte. „Niemand hat mich gebeten, kostenlos bei Barca zu spielen“, betonte der 34-Jährige im Interview mit der spanischen Zeitung Sport aus Barcelona.

Im Sommer war Messi nach 21 Jahren im Dress von Barca an die Seine gewechselt, nachdem die von großen wirtschaftlichen Problemen geplagten und mit 1,35 Milliarden Euro verschuldeten Katalanen ihn nicht mehr bezahlen konnten.

Er habe alles getan, um bleiben zu können. „Ich wurde gebeten, mein Gehalt um 50 Prozent zu reduzieren. Das hätte ich problemlos getan“, sagte der Ausnahmespieler, der tränenreich im August Abschied von seiner großen „Liebe“ Barca genommen hatte: „Mein Wunsch und der meiner Familie war es, in Barcelona zu bleiben.“

Messi fühlt sich falsch bewertet

Die Aussagen Laportas hätten ihn verletzt: „Das tut mir weh, weil ich glaube, dass er das nicht hätte sagen müssen.“ Mit solchen Sätzen sorge der Barca-Boss für Spekulationen, die „ich nicht verdiene.“

Messi wird irgendwann in die katalanische Metropole zurückkehren. „Wir werden zurückkommen, um in Barcelona zu leben, unser Leben wird sicher dort sein. Das will meine Frau, und ich will es auch“, sagte er, „ich würde gerne irgendwann Sportdirektor werden. Ich weiß nicht, ob es beim FC Barcelona sein wird oder woanders. Aber wenn es eine Möglichkeit gibt, würde ich dem Klub gerne helfen.“

Nicht nur wegen Barca würde er wohl gerne wieder in die alte Heimat kommen.

„Mit Kylian war es komisch“

Denn das Leben in Paris ist deutlich anders. In der französischen Hauptstadt fehle ihm zum Beispiel die Zeit, um seine Kinder von der Schule abzuholen – was in Spanien stets möglich gewesen sei.

Sportlich läuft es auch noch nicht blendend für den wohl nach wie vor besten Fußballer der Gegenwart. Vor allem in der Ligue 1, wo er noch ohne eigenen Treffer ist. Einfacher macht ihm die Integration sein neuer und alter Mitspieler, Neymar. Mit diesem sei er in Kontakt geblieben, das Verhältnis stets gut gewesen.

Zu Kylian Mbappé, dem anderen Superstar im PSG-Sturm, habe er aber zunächst keine enge Bindung gehabt: „Am Anfang war es mit Kylian seltsam, weil wir nicht wussten, ober kommt oder geht (Mbappé wollte den Verein verlassen, Anm.). Jetzt lernen wir uns auf und neben dem Platz besser kennen und wir kommen spektakulär gut miteinander aus.

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mit Sport-Informations-Dienst