Julian Nagelsmann wollte nicht ins Detail gehen, doch die Unzufriedenheit sprach deutlich genug aus dem Bundestrainer.
„Wir hatten einen super Start. Wenn wir so früh führen, müssen wir das Ding mit viel mehr Überzeugung zu Ende spielen. Leider haben wir direkt nach dem Tor angefangen, Harakiri bei der Positionierung zu machen. Dann wird es schwer“, sagte Nagelsmann nach dem 1:2 (1:1) gegen Ecuador im letzten WM-Gruppenspiel bei MagentaTV.
Nagelsmann: „Zu viel Freestyle nach der Führung“
Seine Forderung für das Sechzehntelfinale gegen einen Gruppendritten am Montag (22.30 Uhr im LIVETICKER): „Wir müssen souveräner spielen nach Führung, nicht so viel Positionen wechseln. Es war ein bisschen zu viel Freestyle nach der Führung.“
Denn: „Wenn irgendwann keiner mehr weiß, wo er steht, wird es sehr schwer, das im Kollektiv aufzufangen, wenn sich die Ballverlustrate von null auf zehn steigert. Wir müssen uns ein bisschen mehr Ruhe geben, weniger in jeder Aktion ein Tor schießen wollen.“
Undav richtet Blick nach vorne
Joker Deniz Undav, der nach seiner Einwechslung diesmal kaum Wirkung gezeigt hatte, bemängelte: „Ecuador war griffiger, ekliger und wollte den Sieg mehr. Wir waren auch nicht so zielstrebig wie in den ersten beiden Spielen. Daraus müssen wir lernen.“
Und zwar möglichst schnell. „Am Montag geht’s weiter, wir alle in der Kabine hatten schon viele Niederlagen, wir müssen Video schauen und die Schlüsse draus ziehen. Es ist nicht die Welt untergegangen, es ist nicht so schlimm. Wenn wir am Montag gewinnen, ist alles wieder gut.“