Die Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo durfte ihre WM-Generalprobe nun doch austragen, erfolgreich war sie allerdings nicht.
Am Dienstagabend unterlag das Team, in dessen Heimat die Ebola-Epidemie ausgebrochen ist, im letzten Test vor dem am Donnerstag beginnenden Turnier in den USA, Mexiko und Kanada mit 1:2 (0:0) gegen die nicht für die XXL-WM qualifizierten Chilenen.
Joris Kayembe sorgte kurz vor Spielende zwar für den Anschluss (88.), zuvor hatten aber bereits Darío Osorio (51.) und Matías Sepúlveda (86.) ihre Teamkameraden zum Jubeln gebracht – allerdings im französischen Orléans, nicht in Spanien, und unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Ebola-Ausbruch im Kongo
Der Ebola-Ausbruch war am 15. Mai in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo erklärt worden. Die Mannschaft will ihr Quartier bei der WM (11. Juni bis 19. Juli) in der US-Metropole Houston aufschlagen, wo das Team in der Gruppe K zum Auftakt am 17. Juni auf Portugal trifft.
Auflage der US-Behörden für die Einreise nach Nordamerika ist jedoch, dass sich die Mannschaft zuvor einer dreiwöchigen Quarantäne unterzieht. Auch Mexiko hatte am Samstag die Einreise für Menschen, die sich in den letzten 21 Tagen in Uganda, der Demokratischen Republik Kongo oder im Südsudan aufgehalten haben, eingeschränkt.
Verantwortliche des Verbands betonten, dass keiner der nominierten Spieler im Land wohnt, ein im Land geplantes Trainingslager wurde abgesagt. Zuletzt trainierte die Auswahl im spanischen Marbella, für das Testspiel ging es am Montag nach Frankreich.