Lange wurde spekuliert, jetzt steht der deutsche Kader für die Fußball-WM fest. Bundestrainer Julian Nagelsmann gab am Dienstag bekannt, auf welche 26 Akteure er setzt.

Neben den arrivierten Kräfte baut der Bundestrainer auch auf Überraschungen wie Nadiem Amiri oder Bayern-Shootingstar Lennart Karl. Für den größten Gesprächsstoff sorgte aber die Rückholaktion von Manuel Neuer, der auch als Nummer eins in die WM gehen wird.

Manuel Neuer wird Nummer 1 bei der WM 2026 statt Oliver Baumann
Manuel Neuer wird Nummer 1 bei der WM 2026 statt Oliver BaumannManuel Neuer wird Nummer 1 bei der WM 2026 statt Oliver Baumann© IMAGO/Sven Simon

Das Comeback des Bayern-Torhüters beschäftigt auch die internationale Presse. SPORT1 zeigt die Reaktionen in Europa auf den deutschen Kader.

„Neuer-Sensation fix: Das ist der deutsche WM-Kader“, schrieb die Kronen Zeitung aus Österreich.

„Von Deutschland berufen, kehrt Manuel Neuer aus dem internationalen Ruhestand zurück, um bei der Weltmeisterschaft zu spielen“, titelt die französische L’Équipe.

Neuer zur WM? „Nagelsmann hat für große Überraschung gesorgt“

„Manuel Neuer wurde nach seinem überraschenden Sinneswandel zur deutschen Nummer eins bei der Weltmeisterschaft erklärt“, hieß es bei The Guardian. Die spanische as wurde sogar noch deutlicher: „Weltmeisterschafts-Chaos um Neuer“.

„Nagelsmann hat für eine große Überraschung gesorgt, indem er Manuel Neuer für das Turnier nominiert hat, obwohl der inzwischen 40 Jahre alte Torwart des FC Bayern 2024 seine Nationalmannschaftskarriere beendet und noch letzten Monat klar gesagt hatte, dass er nicht zurückkehrt“, schrieb The Athletic zur Neuer-Nominierung.

Speziell zur Nominierung von Leroy Sané äußerte sich das Portal deutlich: „Leroy Sané ist dabei – trotz seiner historisch schwachen Form für die Nationalmannschaft.“

Spanische Presse schießt sich nach WM-Aus auf ter Stegen ein

In Spanien war dagegen das Hauptthema ein Akteur, den Nagelsmann nicht nominierte. Die spanischen Gazetten beschäftigten sich spezifisch mit dem eigentlich erwartbaren WM-Aus für Torhüter Marc-André ter Stegen.

„Ter Stegen, und jetzt?“, titelte Sport und beschäftigte sich anschließend ausführlich mit der sportlichen Zukunft des verletzten Torhüters beim FC Barcelona: „Man wird seinen Abgang nicht erzwingen, aber niemand macht einen Hehl daraus, dass man den deutschen Torwart gerne loswerden würde.“

Bei Barca hatte ter Stegen vor der Saison seinen Stammplatz an Joan Garcia verloren und war anschließend sogar komplett aus dem Kader aussortiert worden. Auch um eine Chance auf die WM zu haben, hatte er sich im Winter zum FC Girona verleihen lassen, sich dort aber gleich nach zwei Spielen verletzt.

Auch für Mundo Deportivo war das WM-Aus von ter Stegen das Thema: „Marc-André ter Stegen, der am Donnerstag zugunsten von Manuel Neuer aus Deutschlands WM-Kader gestrichen wurde, wird eine der heißen Kartoffeln für den FC Barcelona vor dem kommenden Sommertransferfenster sein.“

Das Schicksal der ehemaligen Barca-Nummer-eins beschäftigte wurde auch in Frankreich zum umstrittenen Thema. „Der Abstieg von Marc-André ter Stegen in die Hölle“, schrieb RMC Sport in seiner Analyse zum deutschen WM-Kader.