Der Superstar ist zurück: Neymar hat es in das brasilianische Aufgebot für die anstehende Fußball-WM geschafft.
Nach fast drei Jahren Abwesenheit gehört der Angreifer vom FC Santos zum 26-köpfigen Kader von Nationaltrainer Carlo Ancelotti für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli).
Großer Jubel setzt ein: Neymar ist dabei!
Die Berufung des 34 Jahre alten Rekordtorschützen (79 Tore in 128 Länderspielen) war monatelang das größte Fragezeichen vor der Nominierung beim fünfmaligen Weltmeister im Rahmen einer Gala am Montag in Rio de Janeiro. Als Neymars Nominierung verkündet wurde, setzte lauter Jubel ein.
In Spanien, wo Neymar für den FC Barcelona gespielt hatte, zeigte man sich entsprechend überrascht: „Welt-Überraschung in Brasiliens Kader“, titelte die Marca. Die As sah gar eine „WM-Bombe um Neymar!“
So erklärt Ancelotti die Neymar-Wahl
Ancelotti versuchte wohl auch deshalb, die Erwartungen an Neymar nicht zu sehr in die Höhe schnellen zu lassen: „Er ist ein wichtiger Spieler und wird auch bei dieser Weltmeisterschaft eine wichtige Rolle spielen. Er hat dieselben Pflichten wie die anderen 25 Spieler; vielleicht kommt er zum Einsatz, vielleicht auch nicht, vielleicht sitzt er auf der Bank und wird eingewechselt …“
In der Kabine könne Neymar für eine gute Atmosphäre sorgen und die Kollegen zu Höchstleistungen antreiben: „Ich will keine Stars, ich will Spieler, die bereit sind, dem Team zu helfen.“
Ancelottis eindeutige Ansage: „Ich will klar, sauber und ehrlich sein: Er wird spielen, wenn er es verdient hat zu spielen.“
Vinícius Júnior und Endrick fahren zur WM
Im Angriff kann Ancelotti außerdem auf Real-Madrid-Star Vinícius Júnior, den Lyon-Youngster Endrick (19) und Barcelonas Raphinha zurückgreifen, der nach einer Oberschenkelblessur zurückkehrt. Auch der frühere Bundesliga-Profi Matheus Cunha ist dabei.
Bei der WM trifft die Selecao in der Vorrundengruppe C auf Marokko, Schottland und Haiti.
Die brasilianischen Fans warten seit dem Titelgewinn 2002 beim WM-Turnier in Südkorea und Japan durch einen 2:0-Sieg im Endspiel von Yokohama gegen die deutsche Nationalmannschaft auf den sechsten WM-Triumph der Südamerikaner.