Aufregung bei Deutschlands WM-Gruppengegner Curacao: Fred Rutten ist 31 Tage vor Turnierstart nach lediglich zwei (!) Spielen als Nationaltrainer des WM-Debütanten zurückgetreten.
„Ich bedauere die entstandene Situation, wünsche aber allen nur das Beste“, sagte Rutten: „Es darf kein Klima entstehen, in dem das professionelle Verhältnis zwischen Spielern und Betreuern gefährdet ist. Daher ist es für mich besser, einen Schritt zurückzutreten.“
Spieler-Proteste: Rutten legt Amt nieder
Der Hintergrund: Spieler und Sponsoren wünschen sich Ruttens Vorgänger Dick Advocaat als Nationaltrainer zurück und scheuten nicht davor zurück, dies öffentlich kundzutun.
Einige Akteure sollen mit dem Wunsch auf Verbandspräsident Gilbert Martina zugekommen sein, den Niederländer gleich wieder durch Landsmann Advocaat zu ersetzen. Zwar stellte sich der Verband zunächst noch klar hinter Rutten, doch nun zog dieser selbst die Reißleine.
Unter Advocaat hatte sich der Inselstaat für das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA qualifiziert. Im Februar war der Niederländer aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Ausschlaggebend war wohl die Erkrankung seiner Tochter, der es nun wieder besser gehen soll.
Rückkehr von Advocaat steht unmittelbar bevor
Einem Comeback steht also nichts mehr im Wege. Für Dienstag hat der Verband eine Pressekonferenz angekündigt – dort soll auch die Rückkehr von Advocaat bekanntgegeben werden.
Advocaat wäre mit 78 Jahren der älteste Trainer bei einer Weltmeisterschaft jemals. Er würde Otto Rehhagel (bei der WM 2010 in Südafrika, damals 72 Jahre alt) ablösen.
In seinem ersten Spiel überhaupt bei einer WM ist Curacao am 14. Juni in Houston gegen das deutsche Nationalteam gefordert (19 Uhr). Es folgen die Duelle mit Ecuador in Kansas City (21. Juni) sowie der Elfenbeinküste in Philadelphia (25. Juni).