Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Basketball-WM ein furioses Statement hingelegt – doch ausgerechnet an seinem 22. Geburtstag konnte es einer der Leistungsträger nur als Zuschauer verfolgen.
Franz Wagner fiel nach seiner Knöchelverletzung im zweiten Gruppenspiel gegen Australien aus, erst kurz vor Beginn der Partie in Okinawa machte der Deutsche Basketball Bund (DBB) offiziell, dass der junge NBA-Forward der Orlando Magic fehlen würde.
Mit einem Stützstiefel saß der Pechvogel auf der Bank und fieberte mit – und Wagners Teamkollegen sorgten dafür, dass der Wermutstropfen am Geburtstag noch eine süße Note bekam.
Franz Wagner bekommt nach deutschem Sieg Ständchen
Das deutsche Team mit Franz‘ älterem Bruder Moritz Wagner besiegte die mit noch mehr NBA-Profis gespickten Australier mit 85:82, Dennis Schröder überragte mit 30 Punkten. Nach der Jubelfeier auf dem Spielfeld brachte die Mannschaft in der Kabine Wagner ein Ständchen.
Wagner war am Freitag im Auftaktspiel der Deutschen gegen Gastgeber Japan (81:63) im Schlussviertel umgeknickt, musste vom Feld und sorgte für bange Momente – zumal als eine Hälfte des „zweiköpfigen Monsters“ mit Schröder für eine tragende Rolle bei dem Turnier vorgesehen war.
Auch am Samstag hatte Teamarzt Oliver Pütz erstmal nur mitteilen können, dass ein WM-Aus wohl nicht drohe.
„Er hat den Knöchel nicht belastet. Wir müssen sehen, wie es morgen aussieht“, sagte Herbert nun am Sonntag MagentaSport mit Blick auf seinen Shootingstar: „Verletzungen sind hart, aber sie geben anderen Chancen.“
„Wenn er wieder da ist, wird es viel besser“
Wagners Ausfall bewirkte gegen Australien dafür, dass der Ball noch mehr über Spielmacher Schröder lief, aber auch sonst fing das Kollektiv den schmerzhaften Ausfall gut auf.
„Franz hat nicht gespielt, das muss die Mannschaft kompensieren“, meinte der ebenfalls besonders starke Maodo Lo.
Mit Blick auf das weitere Turnier hoffen die DBB-Kollegen dennoch, dass Wagner schnell wieder in Form kommt. „Wenn Franz wieder da ist, wird es viel besser“, frohlockte Schröder.
Am Dienstag (09.30 Uhr LIVETICKER) kann das Team von Bundestrainer Gordon Herbert mit einem weiteren Erfolg zum Abschluss der Vorrunde über Finnland als Erster der Staffel E in die Zwischenrunde gehen und würde die Maximalzahl von drei Siegen in die zweite Gruppenphase mitnehmen.