Diskuswerferin Kristin Pudenz gilt nach den zahlreichen Absagen prominenter Athleten als eine der wenigen verbliebenen Medaillenkandidatinnen im deutschen Team bei der Leichtathletik-WM in Budapest.

Diesen Druck nimmt die 30-Jährige vor der Qualifikation am Sonntag durchaus wahr, fühlt sich aber besser darauf vorbereitet als noch im letzten Jahr bei der WM in Eugene.

„Es war bei mir ein mentales Problem. Durch das nicht ganz so erfolgreiche Abschneiden lastete der Druck auf uns (Kugelstoßerinnen, d. R.). Wir waren, glaube ich, die ersten, die zu dritt im Finale standen“, erinnert sie sich bei SPORT1 an den Wettkampf vor einem Jahr, bei dem sie nur Elfte wurde. „Ich habe gemerkt, dass ich mit dem Druck nicht gut umgehen konnte. Daraus habe ich meine Lehren gezogen und bin ganz guter Dinge, dass ich das diesmal besser machen kann.“

Pudenz arbeitet mit Mentaltrainer zusammen

Unterstützung bekommt die Olympia- und EM-Zweite dabei von ihrem Mentalcoach, mit dem sie schon seit Jahren zusammenarbeitet. „Nach Eugene war das Thema, wie kriege ich es hin, im Finale bei mir zu sein. Im Herbst und Winter haben wir daran viel gearbeitet“, sagte sie.

Zu ihren Zielen bei dieser WM meinte sie: „Ich möchte auf jeden Fall noch meine Bestleistung verbessern in diesem Jahr, also über 68 Meter werfen. Wenn man das in Budapest zeigen kann, werden die Medaillen in greifbare Nähe rücken.“

Pudenz wirft in diesem Jahr sehr beständig und steht mit ihren 66,84 m auf Platz vier in der Welt. Nur der Ausreißer nach oben fehlt noch. Die WM wäre eine gute Gelegenheit dafür.