Diese WM ist für Polen zu einem historischen Event geworden. Erstmals seit 1986 überstand die Mannschaft die Gruppenphase. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Von Feierlaune ist das Land aber weit entfernt. Zunächst wurde die Nationalmannschaft für die destruktive Spielweise kritisiert. Nun sorgt eine geplante Zahlung von rund 6,4 Millionen Euro an die Spieler für großen Zündstoff in Polen. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

Denn das Land leidet unter der russischen Invasion in der Ukraine und hat mit einer Inflation von 18 Prozent zu kämpfen.

Gierig? Lewandowski wehrt sich

Die Folge: Die Stars um Robert Lewandowski müssen sich gegen heftige Gier-Vorwürfe wehren.

Der Barca-Stürmer sah sich nun gezwungen, beim polnischen Portal Onet.pl Stellung zu beziehen.

Lewandowski: „Wir haben nichts erwartet, wir haben nie etwas gefordert und wir haben auch nicht nach öffentlichen Geldern gegriffen.“

Er fügte an: „Wir sind nicht wegen des Geldes zur Weltmeisterschaft gefahren, um es klar zu sagen. Wir betrachten Fußball und die Nationalmannschaft vor allem als Stolz.“ (DATEN: WM-Spielplan 2022)

Lewandowski bedauert Vorwürfe

Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki hatte dem Team eine solche Zahlung für das Erreichen des Achtelfinals versprochen. Es sollte jedoch aus öffentlichen Geldern finanziert werden.

Kurz vor dem Abflug nach Katar soll Morawiecki Polens Trainer Czesław Michniewicz bei einem Treffen diese Summe gesagt haben.

Lewandowski bestätigt dies: „Es gab eine Erklärung des Premierministers, aber um ehrlich zu sein, haben wir, die Spieler, sie nicht sehr ernst genommen. Es gab nie eine Diskussion darüber, woher dieser Bonus kommen würde, mit welchen Mitteln. Für uns war es ein bisschen virtuelles Geld.“

Ob es diese Zahlung nun gibt, ist unklar. Lewandowski bedauert die Diskussion jedenfalls.

„Ich denke, Fußball hat uns hier gespalten, anstatt Menschen zusammenzubringen. Und das ist das Schlimmste für mich“, so der ehemalige Bayern-Stürmer.