Oliver Kahn hat die FIFA für das Verbot der „One Love“-Binde bei der WM in Katar kritisiert.

Der Vorstandschef des FC Bayern bemängelt ein Versäumnis des Fußball-Weltverbandes. „’One Love‘ ist vor vielen Wochen vorgestellt und erklärt worden. Die FIFA hätte sich viel früher mit den nationalen Verbänden dazu kurzschließen können“, sagte der einstige Titan der Bild-Zeitung. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM)

Dass es offenbar keinen Dialog zu diesem Thema gegeben habe, „ist ein Fehler.“

Das Kapitänsband mit dem „One Love“-Slogan war am Montag von der FIFA verboten worden. Mit dem Armband wollten mehrere europäische Nationen, darunter auch Deutschland, bei der WM ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen. Politische Botschaften sind allerdings von der FIFA verboten. (Reaktionen: „Die FIFA ist aktuell unzurechnungsfähig“)

Kahn warnt: Wut nicht an Spielern auslassen

Nach der Androhung von sportlichen Sanktionen knickten DFB und Co. nun ein. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Kahn, selbst einst Kapitän der Nationalmannschaft, meinte: „Ich wünsche mir allerdings, dass man die Wut über die Entscheidung jetzt nicht an den Spielern auslässt.“

Das DFB-Team steigt am Mittwoch mit dem Spiel gegen Japan (14 Uhr) ins WM-Turnier ein.