Gareth Southgate spürte offenbar den Erklärungsbedarf der Öffentlichkeit.
Nachdem Englands Nationaltrainer seinen Kader für die anstehenden Länderspiele bekanntgegeben hatte, kommentierte er seine Entscheidungen – und ging dabei besonders auf die Personalien Jadon Sancho und Jude Bellingham ein. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM-Qualifikation)
Eine Frage: Ist Sanchos Nominierung berechtigt, betrachtet man dessen noch nicht herausragende Leistungen in dieser Saison?
„Nun ja, vielleicht nicht“, wurde Southgate vom Guardian zitiert: „Manchmal ist es das Beste, einen Spieler außen vor zu lassen und so auf eine positive Reaktion zu hoffen, aber im Moment sind wir davon überzeugt, dass Jadon wichtig für unser Team ist und dass er ein hohes Niveau erreichen kann.“ (DATEN: Tabellen der WM-Qualifikation)
Sancho hat bei seinem neuen Verein Manchester United noch nicht überzeugt und kommt bisher nur auf 200 Einsatzminuten. Southgate sieht dafür einfache Gründe: „Borussia Dortmund ist ein großer Verein, aber jetzt spielt er bei einem der größten Vereine der Welt, das bedarf etwas Anpassung und sowas braucht Zeit. Er muss sich auch an eine neue Liga gewöhnen. Ich mache mir keine Sorgen um ihn.“
Southgate über Bellingham: „Das ist das Problem“
Auch zu Bellingham, der trotz starker Auftritte im BVB-Trikot nicht zur Nationalmannschaft reist, bezog Southgate Stellung.
„Das ist manchmal das Problem und ist sehr schwierig. Natürlich würden wir Jude gerne dabeihaben, er hätte es sich auch mehr als verdient. Aber gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wir diese jungen Spieler nicht überbeanspruchen und ihnen eine Pause geben.“
Bellingham hatte in dieser Saison bereit zehn Einsätze für Borussia Dortmund und stand auch schon bei den letzten Länderspielen im Kader der Three Lions.
Auch sein Vereinstrainer Marco Rose äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg (ab 15.30 Uhr im Liveticker) zur Nicht-Nominierung „Jude will immer spielen, aber ich denke, dass es eine gute Entscheidung ist. Jude ist bei aller Leistungsfähigkeit erst 18 Jahre. Wir müssen auf die Jungs aufpassen und dürfen sie nicht verheizen. Ich begrüße diese Entscheidung und finde sie in erster Linie richtig für den Spieler.“