Ein Brutalo-Foul gegen Superstar Lionel Messi schockt Argentinien und erhitzt die Gemüter.

Beim 3:1 (1:0) in Venezuela löste die Albiceleste ihre Pflichtaufgabe in der WM-Qualifikation souverän – die Szene des Spiels war jedoch eine derbe Aktion gegen Argentiniens Regisseur schon in der 30. Minute.

Brutales Foul von Martínez gegen Messi

Venezuelas erst kurz zuvor eingewechselter Innenverteidiger Luis Adrián Martínez rauschte mit offener Sohle in den Zweikampf gegen Messi und trat der Legende des FC Barcelona dabei fast das linke Schienbein durch – eine schlimme Verletzung war zu befürchten.

Argentiniens Nummer 10 hatte aber noch enormes Glück, dass Martínez‘ Stollen an seinem Schienbein und Knie abrutschten und ihn nicht mit voller Wucht von vorne trafen.

Auch so wurde Messi aber bei hoher Geschwindigkeit schwer getroffen und sank direkt zu Boden. Vier Minuten lang wurde er von den Ärzten behandelt, bevor es weitergehen konnte. Martínez flog nach kurzen VAR-Check mit Rot vom Platz.

Messi hatte großes Glück: Argentiniens Superstar kam offenbar unverletzt davon und spielte anschließend sogar die kompletten 90 Minuten durch.

TV-Sender fordert Gefängnis für Messi-Treter

Dennoch war die Empörung nach dieser schlimmen Szene in Argentinien natürlich groß.

Der TV-Sender meinte: „Rot? Das war ein Foul fürs Gefängnis! Aufatmen, Leo geht es gut.“ Auch die Zeitung Olé sah einen „kriminellen Tritt gegen Messi, der ihn hätte brechen können“.

Für Clarin war es „brutal“, La Nacion schrieb von einem „Beinah-Bein-Bruch“.

Am Ende münzten Lautaro Martinez (45.+2), Joaquin Correa (71.) und Angel Correa (74.) die Überlegenheit der Gäste in Tore um. Der Ehrentreffer der Vinotintos durch Yeferson Soteldo fiel per Foulelfmeter erst in der Nachspielzeit (90.+4) und nach langem Video-Studium des Schiedsrichters.

Argentinien marschiert dadurch ebenso unbeirrt Richtung WM-Endrunde 2022 in Katar wie Brasilien – die Stimmung vor dem anstehenden Superclasico ist angeheizt.

Neymar muss von Bodyguard vom Platz gezerrt werden

Denn auch bei Brasiliens 1:0 (0:0) in Chile ging es hoch her.

Bis aufs Blut von seinen chilenischen Gegenspielern provoziert, musste gar ein Bodyguard der Selecao Neymar nach Schlusspfiff vom Platz zerren.

Gebracht hat die Gewalt nichts: Brasilien fuhr seinen siebten Eliminatorias-Sieg ein – Startrekord.

Neymar befindet sich noch ein paar Tage im Urlaub, bevor es mit Paris Saint-Germain in die Vorbereitung geht. Nun macht der Superstar mit ungewöhnlichen Bauch-Fotos auf sich aufmerksam.

Neymar befindet sich noch ein paar Tage im Urlaub, bevor es mit Paris Saint-Germain in die Vorbereitung geht. Nun macht der Superstar mit ungewöhnlichen Bauch-Fotos auf sich aufmerksam.

Bei der Rückkehr von Zuschauern in Länderspielen auf dem Kontinent stellte Brasilien vor der reduzierten Kulisse von 10.800 Fans dank des zur Pause eingewechselten Everton Ribeiro in der 64. Minute die Spiel- und Chancen-Anteile auf den Kopf.

Nationaltrainer Tite musste auf gleich neun potenzielle Startspieler verzichten, die von ihren englischen Arbeitgebern keine Freigabe bekamen, weil das Pandemie-Gebiet Brasilien auf der Insel auf der roten Corona-Liste steht.

Messi fordert Kumpel Neymar

Am Sonntag fordert nun Lionel Messi 57 Tage nach seinem Copa-America-Triumph erneut Freund Neymar heraus, der in Sao Paulo Revanche für die schmerzhafte 0:1-Finalniederlage nehmen will.

Die Selecao ist mit der Ideal-Ausbeute von 21 Punkten zwei Spieltage vor Halbzeit der Eliminatorias kaum noch vom WM-Kurs abzubringen, die Gauchos mit sechs Zählern dahinter, aber auch sechs vor dem ersten Team außerhalb der Qualifikationszone, sind ebenfalls auf gutem Weg.

Dritter Gewinner am Donnerstag war Ecuador (12), das mit dem 2:0 (0:0) gegen Paraguay (7) Argumente für seine erst vierte WM-Teilnahme sammelte.

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Dagegen verloren die WM-Stammgäste Uruguay (9) mit dem 1:1 (1:1) in Peru (5) und Kolumbien (9), ebenfalls 1:1 (0:0) in Bolivien (6), weiter an Boden, was auch für Chile (6) und erst recht für Schlusslicht Venezuela (4) nach dessen fünfter Niederlage gilt.

Am Sonntag geht es mit fünf Paarungen, darunter dem Clasico Brasilien gegen Argentinien, weiter. Dem im März ausgefallenen und nun nachgeholten Spieltag folgt dann noch am kommenden Donnerstag Teil drei der Triple-Runde, die Europas Ligen mit einem Abstellungsboykott, an den sich letztlich nur die englischen Premier-League-Klubs hielten, eigentlich verhindern wollten.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)