Die Voraussetzungen für das Debüt von Julian Nagelsmann als Bundestrainer könnten einfacher sein.
Ausgerechnet die ersten beiden Testspiele für die EM im eigenen Land unter der Leitung des 36-Jährigen bestreitet das DFB-Team in den USA.
Nach Meinung von Stefan Effenberg macht das den Beginn der Bundestrainer-Zeit von Nagelsmann besonders schwer.
Effenberg: „Maximal unglücklich“
„Es ist äußerst fragwürdig vom DFB, jetzt nach Amerika zu fliegen, um dort zwei Testspiele zu bestreiten“, schrieb der SPORT1-Experte in seiner t-online-Kolumne: „Wer das entschieden hat, sollte hinterfragt werden. Unglücklicher kann man das gar nicht planen.“
Auch im Hinblick auf die Heim-EM im Sommer nächsten Jahres ergäben die Spiele gegen die USA am kommenden Donnerstag und Mexiko in der Nacht auf den 18. Oktober keinen Sinn, meint Effenberg.
„Die Reise bedeutet enormen Aufwand, die Profis müssen sich mit Zeit- und Klimaumstellung auseinandersetzen. Erst am Donnerstag in einer Woche werden sie zurückkommen und am Freitag spielt der BVB dann schon wieder in der Bundesliga. Das ist maximal unglücklich“, schrieb der Vize-Europameister von 1992.
Effenberg befürwortet Nominierungen
Die Personalentscheidungen des neuen Bundestrainers befürwortet Effenberg. Vor allem die Nominierungen der beiden Routiniers Mats Hummels und Thomas Müller lobte er.
„Als Trainer kannst du aber nur froh sein, wenn du auf diese erfahrenen und gestandenen Spieler mit ihren außergewöhnlichen Qualitäten zurückgreifen kannst“, erklärte der 55-Jährige.
Entscheidend sollte aber immer die Leistung sein. Dieses Prinzip stehe auch hinter der erstmaligen Nominierung von Kevin Behrens, Robert Andrich und Chris Führich.
„Für eine Nominierung von Chris Führich hatte ich mich bereits im Doppelpass ausgesprochen, weil er ein sehr kreativer Spieler ist“, betonte Effenberg.