Es war das wohl spektakulärste Spiel der diesjährigen Champions-League-Saison und Andreas Schjelderup war wohl der Mann des Abends – wäre da nicht noch dieses sensationelle Torwart-Tor in der achten Minute der Nachspielzeit gewesen, das Benfica Lissabon doch noch die Tür zu den Playoffs öffnete.
Beim 4:2-Sieg gegen Real Madrid brachte der Norweger Schjelderup sein Team mit zwei Treffern (36. und 54.) überhaupt erst auf die Siegesstraße. Nach dem Abpfiff offenbarte der 21-Jährige jedoch einen traurigen Aspekt der Sensation und zeigte sich selbstkritisch.
Champions League: Benfica-Star enthüllt traurigen Hintergrund
„Es war fantastisch, davon träumen wir – in diesem wunderschönen Stadion zu spielen und Real Madrid zu schlagen… Es ist unglaublich“, feierte Schjelderup den Sieg zunächst bei Sport TV, bevor er offenbarte: „Ich möchte das meiner Großmutter widmen, die dieses Jahr gestorben ist. Danke.“
Schon bei seinem Torjubel war dem Flügelspieler die Emotionalität anzusehen, als er auf die Knie ging und mit beiden Fingern in Richtung Himmel zeigte.
Trotz Playoff-Ticket und Doppelpack: „Bin ein wenig enttäuscht“
Es waren die ersten beiden Treffer, die der achtmalige Nationalspieler in der Champions League erzielte, und die ihm die Auszeichnung zum „Man of the Match“ einbrachten.
Zwar bestätigte Schjelderup, dass der Auftritt wohl sein bisher bester im Trikot von Benfica gewesen sei, dennoch erklärte er auch: „Um ehrlich zu sein, bin ich ein wenig enttäuscht, weil ich in diesem Spiel vier Tore hätte schießen müssen. Ich muss weiter hart arbeiten, aber es war ein fantastischer Sieg, es gibt keine Worte, um das zu beschreiben.“
Ausnahmetalent kommt in Fahrt
Schjelderup gilt seit geraumer Zeit als Ausnahmetalent und wechselte bereits im Januar 2023 vom FC Nordsjaelland nach Portugal. In Lissabon läuft sein Vertrag noch bis 2028 und soll eine Ausstiegsklausel von rund 100 Millionen Euro enthalten.
„Es war fantastisch, es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen für mich, und dann so einen Abend zu erleben – davon träume ich“, blickte der Youngster auf seine bisherige Zeit bei Benfica zurück, wollte sich zu seiner Zukunft aber nicht weiter äußern.