29 Spiele absolvierte der FC Bayern München in dieser Saison. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Eine einzige Niederlage gegen den FC Arsenal in der Champions League, zwei Unentschieden in der Liga und 26 Siege. Damit wurde sogar Guardiolas-Rekordhinrunde in der Bundesliga überboten.

In der Sendung „Triple – Der Fußballtalk” auf Sky geriet am Donnerstagabend auch die Expertenrunde um Bayern-Ikone Oliver Kahn, den ehemaligen Schalke-Boss Clemens Tönnies und Ex-BVB-Torhüter Roman Weidenfeller ins Schwärmen.

„Ich kann mich noch an die Zeit mit Pep Guardiola erinnern. Damals war Bayern auf einem ähnlichen Niveau. Im Grunde kann ich mich nur an ein Spiel erinnern, in dem sie nicht verdient gewonnen haben, und das war gegen Arsenal“, lobte Kahn seinen Ex-Klub und fügte hinzu: „Ansonsten ist es schon sehr, sehr beeindruckend, was Bayern München in dieser Halbsaison leistet.“

Der FC Bayern bringt Oliver Kahn zum Schwärmen
Der FC Bayern bringt Oliver Kahn zum SchwärmenDer FC Bayern bringt Oliver Kahn zum Schwärmen

Kane? „Der modernste Leader, den man sich vorstellen kann“

Auch für die weitere Saison erwartet der ehemalige Nationaltorhüter keinen „großen Einbruch“ und betonte: „In dieser Mannschaft gibt es keinen Stinkstiefel mehr. Es gibt keinen Spieler, der einen auf Superstar macht und die Stimmung belastet.“

Für alle Beteiligten stehe das Ziel, alle drei Titel zu gewinnen, im Vordergrund. Besonders voran geht dabei Torjäger Harry Kane. Er sei „von seinem Typ her der modernste Leader, den man sich im Fußball vorstellen kann“, so Kahn.

Bayern-Konkurrenz in der Kritik

In der Bundesliga liegt der nächste Konkurrent, Borussia Dortmund, bereits elf Punkte zurück. Laut Weidenfeller sei Trainer Vincent Kompany der Vater des Erfolgs: „Er hat die Jungs im Griff.“ Auf die Frage, ob sich die Bundesliga bereits vor den Bayern ergeben habe, antwortete Tönnies: „Nicht alle. Aber einige ja.“

Darüber hinaus kritisierte Kahn die Konkurrenz und sagte: „Hier in Deutschland geht es nur noch darum: Die Bayern sind so weit weg. Lass uns bescheiden bleiben, keine großen Ziele formulieren.“

Insgesamt seien viele sehr pessimistisch und „keiner traut sich so richtig, den Kopf rauszustrecken“. Kahn kritisierte auch die Einstellung zahlreicher Teams: „Dann gehen sie hin und sagen: Das kann ich abhaken, es waren ja die Bayern. Mit so einer Einstellung wird es schwierig.“