Ex-Bayern-Keeper Oliver Kahn hat eingestanden, dass er eine Aussage aus seiner Vergangenheit inzwischen bereut.
„Das war eine der dümmsten Aussagen, die ich je gemacht habe. Ich fand sie extrem dumm“, sagte der 56-Jährige in der Sky-Sendung „Triple“.
Zum Verständnis: Kahn hatte sich im März 2004 beim Champions-League-Achtelfinale gegen Real Madrid einen folgenschweren Fehler erlaubt, als ihm ein harmlos scheinender Freistoß von Roberto Carlos durch die Arme rutschte. Die Partie endete nach dem Führungstor durch Roy Makaay unentschieden (1:1).
Bayern fliegt gegen Real raus
Der Torwart übernahm die Verantwortung und erklärte anschließend: „Es sind Momente, in denen man als Sportler besonders gefordert ist. Dann gewinne ich das Spiel in Madrid eben alleine.“
Das sollte indes nicht gelingen. Real gewann das Rückspiel mit 1:0 und zog ins Viertelfinale ein.
Heute blickt Kahn bedauernd auf seine Aussage zurück: „Wie willst du ein Spiel allein als Torwart gewinnen? Was impliziert das? Du kannst als Torhüter nicht allein ein Spiel gewinnen, sondern du bist abhängig von dem, was da passiert.“
Kahn hatte von 1994 bis 2008 im Tor des FC Bayern gestanden. Im Sommer 2021 wurde er Vorstandsvorsitzender des Rekordmeisters, ehe er im Mai 2023 von seinen Aufgaben entbunden wurde.