Nach seinem umstrittenen und ausgiebig diskutierten Aus bei Borussia Mönchengladbach im Januar hat Max Eberl im Dezember seine Tätigkeit als Geschäftsführer Sport beim neuen Arbeitgeber RB Leipzig aufgenommen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Bei seiner Vorstellung stellte der 49-Jährige die „totale Kommerzialisierung“ des Fußballs in Frage und öffnete damit ein Fass ohne Boden.
„Ist die totale Vermarktung der richtige Weg? Ich habe eine Meinung, dass wir uns diesem Spiel unterordnen sollten“, erklärte Eberl: „Das Fußballspiel sollte im Vordergrund stehen und nicht das ganze Business drumherum.“
Eberls Auftritt wirft Fragen auf
In den sozialen Medien flog Max Eberl, der vor einer Sponsorenwand seines neuen Klubs sprach, seine eigene Aussage um die Ohren: Sein Standpunkt führt ob seiner Beschäftigung beim neuen Arbeitgeber, der für Kritiker beispielhaft für ebenjene Kommerzialisierung und Vermarktung steht und bisweilen als Marketingkonstrukt abgestempelt wird, zu großem Unverständnis.
„Max Eberl hat jeglichen Bezug zur Realität vollends verloren“, war auf Twitter zu lesen, seine Aussagen seien „surreal“.
Der Ex-Gladbach-Manager sei „verlogen“ hieß es auch – oder „die menschgewordene Heuchelmaschine“. Andere vermuteten einen Satire-Doppelgänger, der eigentlich auf der PK gesprochen habe.
Mit seiner Kritik spielte Eberl unter anderem auf die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Katar und die surrealen Vertragsformalitäten, die zwischen Cristiano Ronaldo und seinem möglichen neuen Arbeitgeber Al Nassr im Raum stehen, an.
Mehreren Medienberichten zufolge sollen die Verantwortlichen des saudi-arabischen Klubs dem fünfmaligen Weltfußballer ein Jahresgehalt von knapp 200 Millionen Euro geboten haben.
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