Gastgeber Marokko ist beim Afrika-Cup ins Halbfinale gestürmt und darf damit weiter vom Titel im eigenen Land träumen.

Angeführt von Real-Madrid-Profi Brahim Díaz, der auch im fünften Turnierspiel erfolgreich war, setzte sich das Überraschungsteam der WM 2022 in Katar mit 2:0 (1:0) gegen Kamerun durch. Auf die Marokkaner wartet im Halbfinale der Sieger der Partie zwischen Nigeria und Algerien.

Jubel bei Brahim Díaz (o.) und Ayoub El Kaabi
Jubel bei Brahim Díaz (o.) und Ayoub El KaabiJubel bei Brahim Díaz (o.) und Ayoub El Kaabi

Afrika-Cup: Bayern-Star Jackson mit Senegal im Halbfinale

Zuvor hatte der Senegal sein Ticket für die nächste Runde gelöst – begünstigt durch einen Torwartfehler und einen Platzverweis beim Gegner Mali.

Das Team um Bayern-Profi Nicolas Jackson gewann mit 1:0 (1:0) und bekommt es nun mit Ägypten oder Titelverteidiger Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) zu tun. Die abschließenden Viertelfinalspiele finden am Samstag statt.

Díaz ebnet Marokko den Weg ins Halbfinale

Marokko, das zuletzt 2004 im Halbfinale war und 1976 den Titel geholt hatte, konnte sich einmal mehr auf Díaz verlassen. Der 26-Jährige traf nach einer Ecke per Oberschenkel.

Abde Ezzalzouli (61.) hätte fast das 2:0 nachgelegt, kurz darauf verhinderte Kameruns Nouhou Tolo (62.) artistisch einen Gegentreffer. Ismael Saibari (74.) erhöhte für die Marokkaner.

Bei Senegals entscheidendem Treffer durch Iliman Ndiaye (27.) sah Malis Torhüter Djigui Diarra sehr unglücklich aus. Der 30-Jährige ließ eine flache Hereingabe durchrutschen. Diarra, der in England beim FC Everton spielt, ließ sich das Geschenk nicht entgehen und schob den Ball ins leere Tor. Mali schwächte sich durch eine Gelb-Rote Karte für Yves Bissouma (45.+3) zusätzlich.