Die beim Länderspiel gegen Österreich erlittene Schulterverletzung sorgt bei Giulia Gwinn für Unmut. „Es nervt maximal“, sagte die Fußball-Nationalspielerin der Sport Bild. Man befinde sich „in den entscheidenden Wochen der Saison. Da will ich jeden Tag dabei sein – und wenn man dann ausgebremst wird, läuft man trotz der bevorstehenden Highlights ehrlicherweise gerade nicht mit der besten Laune durch die Gegend.“

Beim 5:1 in der WM-Qualifikation war für Gwinn bereits nach 32 Minuten Schluss gewesen. Später folgte die Diagnose: Die 26-Jährige hatte sich die Schulter ausgekugelt. Nach einer konservativen Behandlung äußerte sich Trainer José Barcala von Bayern München jedoch vorsichtig optimistisch. „Der erste Eindruck ist positiv. Wenn sie gut darauf reagiert, ist die Idee, dass sie eine Option für die nächsten Spiele ist.“

Giulia Gwinn ist erneut von einer Verletzung zurückgeworfen
Giulia Gwinn ist erneut von einer Verletzung zurückgeworfenGiulia Gwinn ist erneut von einer Verletzung zurückgeworfen© IMAGO / Eibner

Mit Blick auf das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona am Samstag (18.00 Uhr) könnte Gwinn ein wichtiger Faktor sein. „Wir haben die Rolle des Underdogs, aber sie werden dennoch Respekt vor uns haben und nicht denken, dass es bei uns eine leichte Aufgabe wird“, sagte sie.

FC Bayern: Gwinn spricht über Zukunft

Das wichtigste Ziel sei dennoch ein anderes: „Wir bei Bayern wollen im ersten Schritt die Meisterschaft gewinnen, aber in den vergangenen Jahren haben wir uns zunehmend vorgenommen, auch international anzugreifen.“ Mit einem Sieg im Bundesliga-Auswärtsspiel am Mittwochabend (18.00 Uhr) bei Union Berlin können die Bayern die deutsche Meisterschaft perfekt machen.

Zuletzt zog es immer mehr Topspielerinnen aus der Bundesliga ins Ausland, vor allem nach England. Droht auch bei Gwinn ein Abschied? Die Leistungsträgerin steht nur noch bis 2027 unter Vertrag.

Wie sie selbst betont, liegt ihr Fokus aber klar auf dem FCB. „Aktuell gibt es wenig Gründe dafür, das aufzugeben, was ich habe“, sagte sie.

Ihr aktueller Verein müsse sich in Sachen Ambitionen, Infrastruktur und Stellenwert nicht hinter der ausländischen Konkurrenz verstecken. Und, so erklärte Gwinn noch: „Ich möchte auch nicht jahrelang bei einem Verein sein, ohne dass etwas von mir bleibt. Ich möchte meine Fußstapfen hinterlassen.“

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