Der Ex-Bundesliga-Star Andy Schmid hat die Wahl des Spielortes beim EM-Auftakt in Düsseldorf kritisiert.

„Ich hätte lieber gegen Deutschland in einer normalen Halle gespielt. Ich glaube, in diesem Fußballstadion verliert der Handball so ein bisschen an seiner Essenz“, sagte der 40-Jährige im Podcast „Hand aufs Harz“.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft trifft zum Auftakt der Heim-EM am 10. Januar auf die Schweiz um Schmid. Die Partie wird Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf vor 50.000 Zuschauern ausgetragen. Für gewöhnlich spielt Fortuna Düsseldorf in diesem Stadion.

Schmid: „Handball lebt von Emotion“

Neben seiner Kritik betonte Schmid, dass eine solche Kulisse generell aber „mega“ für den Handball-Sport sei: „Es ist alles so gigantisch.“

Was ihm allerdings Sorgen bereite? „Ich habe das 2014 erlebt mit den Löwen gegen Hamburg in der Fußballarena in Frankfurt. Für uns war es damals so: Handball lebt von der Emotion und von den Zuschauern. Die Resonanz des Publikums trat aber erst ein, zwei Sekunden später bei uns ein. Das ist das Schwierige“, sagte Schmid.

Der Eidgenosse hatte von 2010 bis 2022 bei den Rhein-Neckar Löwen in der HBL gespielt, mit denen er 2016 und 2017 Deutscher Meister wurde. Inzwischen ist der Rückraum-Spieler für den HC Kriens-Luzern in der Schweiz aktiv.

Die Handball-EM wird vom 10. bis 28. Januar in Deutschland ausgetragen. Bei der EM 2022 hatte Schweden triumphiert, Deutschland kam nicht über die Hauptrunde hinaus.