Am 6. Juni 2004 feierte Lukas Podolski sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft. Nur zwei Jahre später wurde der ehemalige DFB-Star bei der WM 2006 von der FIFA zum besten jungen Spieler des Turniers gewählt.

20 Jahre später könnte mit Lennart Karl ein Supertalent in die Fußstapfen von Podolski treten. Der 130-malige Nationalspieler traut dem WM-Kandidaten bereits jetzt „einiges“ zu.

Lennart Karl brachte bei seinen ersten Auftritten im DFB-Trikot schnell frischen Wind auf den Platz
Lennart Karl brachte bei seinen ersten Auftritten im DFB-Trikot schnell frischen Wind auf den PlatzLennart Karl brachte bei seinen ersten Auftritten im DFB-Trikot schnell frischen Wind auf den Platz© IMAGO/Eibner

„Er bringt viel mit, ist unbekümmert und hat Spielwitz“, erklärte Podolski im Rahmen einer Medienrunde am Mittwoch. Auch das noch junge Alter spiele für ihn keine Rolle. „Es soll nach Spielwitz und Charakter gehen – passt er ins Team oder nicht – und dann ist das Alter egal“, sagte die Kölner Legende und forderte dazu auf, eher darauf zu achten, was ein Spieler mitbringt und wie er sich in die Mannschaft einfügt.

„Er macht das Besondere auf dem Platz und man schaut ihm einfach gerne zu“, lobte der 40-Jährige die bisherigen Auftritte von Karl. Dennoch merkte er an: „Klar ist er noch ein bisschen unreif und unerfahren, aber das ist normal. Das war ich auch in meinen jungen Jahren, dann habe ich auch durch Fehler und andere Dinge viel gelernt. Das wird er genauso durchmachen.“

DFB-Talente? „Jetzt heißt es, ihnen die Chance zu geben“

Grundsätzlich sollte man sich in Deutschland freuen, dass „wir solche Spieler haben“ und diese „unterstützen und fördern“. Das mache laut Podolski auch der FC Bayern bislang gut: „Er kommt immer zu seinen Einsätzen und macht es gut, geht seinen Weg. Sich bei Bayern in dem jungen Alter durchzusetzen zeugt von Stärke und Charakter.“

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Insgesamt freute sich Podolski, der weiterhin für Górnik Zabrze in Polens erster Liga aufläuft, über die Entwicklung aufstrebender Talente beim DFB. „Es ist schön zu sehen, dass in Deutschland immer mehr junge Spieler die Chance bekommen, dabei zu sein“, meinte er und forderte: „Jetzt heißt es, die Spieler auch einzusetzen und ihnen die Chance zu geben.“ 

Nach seinen Auftritten gegen die Schweiz und Ghana darf sich Karl aus dem Kreis der jungen Spieler wohl weiterhin die größten Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen.

Ohne Karl persönlich genauer zu kennen, war sich Podolski jedenfalls sicher, „dass er einfach ein guter und lustiger Typ ist und ich auch persönlich gut mit ihm zurechtgekommen wäre bei der Nationalmannschaft“.