Nach zehnmonatiger Verletzungspause soll Manuel Neuer am Samstagabend beim FSV Mainz 05 (18.30 Uhr im Liveticker) vor seinem Comeback für den FC Bayern stehen – der nächste wichtige Schritt zurück nach seinem Beinbruch im Dezember, zugezogen bei einem Ski-Ausflug nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar.

Mit dem Kapitel Nationalmannschaft hat der 37-Jährige auch längst noch nicht abgeschlossen, will bei der Heim-EM 2024 unbedingt im deutschen Tor stehen – als Kapitän kommt Neuer aber nicht mehr in Frage. Denn unabhängig von einem Comeback des langjährigen Stammtorhüters im DFB-Team wird Ilkay Gündogan Spielführer bleiben.

Nagelsmann: So nahm Neuer die Kapitäns-Ansage auf

Der Mittelfeldspieler war im September von Ex-Bundestrainer Hansi Flick zum neuen Kapitän ernannt worden, ehe Nachfolger Julian Nagelsmann diese Entscheidung während der USA-Reise bestätigte und auch mit Neuer besprach, der Verständnis für diese Ansage zeigte.

„Ja, ich habe mit Manuel telefoniert“, erklärte Nagelsmann bei der Bild. „Er hat gut reagiert. Er ist ja ein Profi.“

Somit kann sich Neuer in Zukunft voll und ganz auf den Konkurrenzkampf mit der aktuellen Nummer eins Marc-André ter Stegen konzentrieren, der bei den Spielen gegen die USA (3:1) und Mexiko (2:2) im deutschen Tor stand.

„Das Wichtigste wird für Manuel sein, dass er nach so einer Verletzung zurückkommt und wieder fit wird“, erklärte unterdessen DFB-Sportdirektor Rudi Völler.

Julian Nagelsmann bestritt seine ersten beiden Spiele als Bundestrainer. Der DFB-Sportdirektor Rudi Völler bezeichnet den neuen Coach als "Glücksgriff".

Julian Nagelsmann bestritt seine ersten beiden Spiele als Bundestrainer. Der DFB-Sportdirektor Rudi Völler bezeichnet den neuen Coach als "Glücksgriff".

Sollte Neuers Comeback reibungslos über die Bühne gehen, könnte er womöglich bereits im November bei den Länderspielen gegen die Türkei und in Österreich in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft zurückkehren.