Es ist womöglich seine letzte Chance auf einen großen Titel mit der Nationalmannschaft!
Marco Reus will es noch mal allen zeigen und bei der WM in Katar eine tragende Rolle spielen. Der BVB-Kapitän war zuletzt gut drauf, kam in der abgelaufenen Saison auf starke 32 Torbeteiligungen in 41 Pflichtspielen. Seine 17 Assists in der Bundesliga bedeuten für ihn einen neuen persönlichen Rekord.
Keine Frage: Bleibt der Offensiv-Star fit, kann er in Katar eine wichtige Rolle einnehmen. Das Schicksal war in der Vergangenheit allerdings äußerst kreativ, wenn es darum ging, Einsätze von Reus im Nationaltrikot zu verhindern. (Nations League: Deutschland – England, Dienstag ab 20.45 Uhr im Liveticker)
Reus muss beim WM-Titel zuschauen
In seiner elfjährigen DFB-Karriere hatte der Ex-Gladbacher immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Mal war es eine Schambeinentzündung, mal ein Kreuzbandriss, mal das Sprunggelenk oder eben Infekte, wie vor wenigen Tagen. (Welche DFB-Stars jetzt zittern)
Deshalb kommt der gebürtige Dortmunder auf gerade mal 48 Länderspiele (15 Tore) und nur zwei statt fünf mögliche Turnier-Teilnahmen: die EM 2012 – wo er keine Rolle spielte – und die verkorkste WM 2018 in Russland. Als Kumpel Mario Götze und Co. 2014 in Rio de Janeiro den WM-Pokal in die Höhe reckten, schaute Reus verletzungsbedingt nur zu. Auch deshalb glaubt Flick, dass der Dortmund-Star mit Blick auf seine weitere DFB-Karriere „besonders motiviert ist“. (Alle News und Hintergründe zur deutschen Nationalmannschaft)
Katar ist also die letzte Chance für Reus, der als einer der talentiertesten und begnadetsten deutschen Fußballer gilt.
Reus und Müller gemeinsam?
Nach überstandenem Infekt ist der kreative Mittelfeldspieler, der unter Flicks Amtszeit verletzungsbedingt nur vier Einsätze hatte (zwei Tore, fünf Assists), mittlerweile wieder im DFB-Camp in Herzogenaurach und trainierte sogar schon mit dem Team. Für das Spiel am Dienstag in München gegen England ist er allerdings noch keine Option: „Ich habe gestern mit Marco gesprochen. Die ein oder andere Trainingseinheit wird ihm noch guttun, das Spiel wäre zwei bis drei Tage zu früh. Es ist wichtig, dass du gut aufbaust. Er wird erst gegen Ungarn an den Start gehen“, erklärte Bundestrainer Hansi Flick auf der Pressekonferenz vor der Partie. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Nations League)
Könnte Reus also in Budapest für den zuletzt schwachen Thomas Müller auflaufen? Die beiden Routiniers kämpfen um den Platz auf der Zehn. Ist es sogar möglich, dass Flick sein 4-3-2-1-Spielsystem auf ein 4-1-4-1 umstellt, um beide gemeinsam spielen zu lassen? Die ebenso kurze wie eindeutige Antwort des Bundestrainers auf der Pressekonferenz am Montagmittag: „Ja.“