Kurioser Zwischenfall beim Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien in Dortmund.
Die DFB-Elf verspielt gegen Argentinien einen Zwei-Tore-Vorsprung. Joshua Kimmich und Serge Gnabry überzeugen, Julian Brandt dagegen nicht. Die Einzelkritik.
Während der Schweigeminute für die Opfer des Amoklaufs von Halle an der Saale wurden die Zuschauer Zeuge einer beherzten Fan-Reaktion, der einen unpassender Anhänger zur Räson brachte – und dafür sogar von Nationalspieler Serge Gnabry mit einem Lächeln und von zahlreichen Usern im Netz gefeiert wurde.
Kimmich: „Heißt nicht umsonst Schweigeminute“
Joshua Kimmich kritisierte den Anhänger nach dem Spiel. „Das muss natürlich nicht sein, dass man da hineinruft. Es heißt nicht umsonst Schweigeminute“, erklärte er auf SPORT1-Nachfrage.
Was war passiert? Inmitten der Schweigeminute ertönte der einsame Gesang eines Störenfrieds, der lauthals die deutsche Nationalhymne zu singen begann. Nach wenigen Augenblicken indes wurde die unpassende Einlage von einem anderen Anhänger gestoppt – mit einem deutlich vernehmbaren „Halt die Fresse“.
Gegen Argentinien feiert ein Duo Premiere, und es könnten noch mehr werden. SPORT1 zeigt alle Debütanten der Ära Löw – von Eintagsfliegen bis zu Weltmeistern.
Der Verbal-Konter wurde im Stadion mit lautem lautem Applaus bedacht – und erfreute wohl auch Gnabry. Denn als die TV-Kamera nach dem Fan-Wortgefecht auf den Nationalspieler vom FC Bayern zeigte, war sein Schmunzeln nicht zu übersehen.
Hintergrund der Schweigeminute: Am Mittwochmittag hatte ein schwerbewaffneter Täter versucht, in einer Synagoge in Halle/Saale ein Blutbad unter 80 Gläubigen anzurichten. Die jüdische Gemeinde entging dabei nur knapp einer Katastrophe. Die Tat hat nach jetzigem Ermittlungsstand einen rechtsradikalen Hintergrund.