In 18 Tagen wird es für die deutsche Nationalmannschaft ernst – dann startet für Joachim Löws Team mit dem ersten Gruppenspiel gegen Mexiko das „Unternehmen Titelverteidigung“.

Noch gibt es also genug Zeit, sich den Feinschliff für den fünften Stern zu holen – wenn da nicht die Verletzungssorgen im deutschen Team wären. SPORT1 zeigt den aktuellen Stand im DFB-Lazarett.

Manuel Neuer (Aufbau nach Mittelfußbruch)

Der Bayern-Keeper galt lange Zeit als das größte Sorgenkind im deutschen Kader. Einen anderen Nationalspieler mit dieser Verletzungshistorie hätte Löw wohl erst gar nicht nach Eppan mitgenommen.

Doch das Risikospiel scheint aufzugehen: Der 32-Jährige überstand die beiden Einsätze gegen bzw. mit der deutschen U20 ohne Probleme und ist bereit für den ersten echten Härtetest am Samstag gegen Österreich.

Joachim Löw testet im Trainingslager in Eppan erst einmal gegen die U20 - und verhilft Manuel Neuer in einem torreichen Spiel zum Comeback.

Joachim Löw testet im Trainingslager in Eppan erst einmal gegen die U20 – und verhilft Manuel Neuer in einem torreichen Spiel zum Comeback.

„Er hat es gut gemacht. Wenn alles so weiterläuft wie bisher, dann wird er am Samstag auch spielen und dann machen wir den nächsten Schritt“, sagte Co-Trainer Thomas Schneider auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

Jerome Boateng (Aufbau nach Muskelbündelriss im Oberschenkel)

Auch beim Stammverteidiger stand lange auf der Kippe, ob er noch auf den WM-Zug springen kann. Und wie bei Neuer haben sich die Tage in Eppan positiv auf die Gesundheit ausgewirkt.

Nach überstandener Verletzungspause trainiert Jerome Boateng mit Ball für sein Comeback. Auch Torwarttrainer Andreas Köpke gibt sich zuversichtlich.

Nach überstandener Verletzungspause trainiert Jerome Boateng mit Ball für sein Comeback. Auch Torwarttrainer Andreas Köpke gibt sich zuversichtlich.

„Bei Jerome sind wir sehr, sehr zuversichtlich. Er hat schon mit dem Ball gearbeitet, ist bei 80 Prozent vom maximalen Speed“, erklärte Schneider. „Das werden wir weiter aufbauen. Wenn alles so läuft wie geplant, kann er nächste Woche mit der Mannschaft trainieren.“

Mesut Özil (Rückenprobleme)

Der Arsenal-Star war der dritte Spieler, der lädiert nach Südtirol anreiste. Im Gegensatz zu Neuer und Boateng war aber zu keinem Zeitpunkt sein Einsatz in Russland fraglich.

Mittlerweile geht es auch dem Mittelfeldspieler besser, auch wenn Özil noch nicht bei 100 Prozent ist.

„Er ist immer wieder in Behandlung, allerdings voll belastbar. Wir erwarten, dass er sich selbst fordert in den Einheiten, um Substanz aufzubauen“, meinte Schneider.

Mario Gomez (Muskuläre Probleme)

Der VfB-Stürmer reiste zwar verletzungsfrei an, muss aber seit einigen Tagen kürzer treten. Am Dienstag absolvierte er eine Regenerationseinheit im Fitnesszelt. Während des Tests gegen die U20-Auswahl am Mittwoch absolvierte Gomez nur eine Laufeinheit.

Sein Einsatz gegen Österreich am Samstag (18 Uhr im LIVETICKER) steht auf der Kippe. „Da warten wir noch ab“, sagte Schneider.

Ein Grund zur Besorgnis mit Blick auf die Weltmeisterschaft bestehe aber nicht, versicherte der DFB.

Ebenso wenig übrigens wie bei Toni Kroos, der den Österreich-Test sicher verpassen wird. Allerdings nicht wegen einer Verletzung, sondern weil er nach dem Champions-League-Triumph mit Real Madrid erst am Samstag anreist.

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