Der DFB hat sich zur viel diskutierten Szene im Pokalhalbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg kurz nach Start der Verlängerung geäußert und einen Fehler des Unparteiischen eingeräumt.

Die Aufreger-Szene datierte aus der 92. Minute, als Freiburgs Lucas Höler nach einem Zweikampf mit VfB-Verteidiger Jeff Chabot einnetzen konnte, Schiedsrichter Tobias Welz das Geschehen mit einem Pfiff aber unterband und auf Foulspiel entschied.

Diese Szene zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot war die Aufreger-Szene des Pokal-Halbfinals
Diese Szene zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot war die Aufreger-Szene des Pokal-HalbfinalsDiese Szene zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot war die Aufreger-Szene des Pokal-Halbfinals© IMAGO/Ulmer/Teamfoto

DFB: „Regelkonformer Zweikampf“

Auf Anfrage der dpa gab Marco Fritz (Leiter Regelauslegung und Evaluation in der DFB Schiri GmbH) nun ein Statement zur vieldiskutierten Szene ab: „In der Dynamik des Spiels hat der Schiedsrichter im Zweikampf zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot einen regelwidrigen Armeinsatz von Höler wahrgenommen. Deshalb hat er auf Foulspiel entschieden und das Spiel unterbrochen. Mit den Fernsehbildern wäre es jedoch deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten, die Partie weiterlaufen zu lassen und das unmittelbar folgende Tor von Höler zu geben.“

Während Höler von einer „Frechheit“ sprach, legte sich selbst Stuttgarts Deniz Undav fest und befand, in der Situation habe „nie und nimmer ein Foul“ vorgelegen. Er ging sogar noch weiter: „Einen krasseren Fehler, glaube ich, kannst du nicht machen als Schiri. Gut für uns natürlich, aber das darfst du nie und nimmer wegpfeifen.“

Auf der Gegenseite polterte auch SCF-Kapitän Christian Günter: „Wenn das ein Foul ist, kann ich hier und heute meine Karriere beenden. Das ist wirklich gar nichts.“

Am Halbfinal-Sieg der Stuttgarter und dem Ticket nach Berlin wird die Aufregung und das DFB-Geständnis aber nichts ändern.