In einem umkämpften Nachbarschafts-Duell hat Bundesligist VfL Wolfsburg nur mit Mühe im DFB-Pokal das Achtelfinale erreicht. In einer lange offenen Partie setzte sich die Mannschaft von Trainer Niko Kovac beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig mit 2:1 (1:1) durch. Damit hält auch dir irre Serie von Niko Kovac. Er gewann seine letzten 16 Spiele im DFB-Pokal. Insgesamt verlor er überhaupt nur eine von 22 Pokalpartien.
Dabei brachte der Schwede Mattias Svanberg die Gäste in der achten Minute mit einem Flachschuss in Führung. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Maurice Multhaup, der VfL-Torhüter Koen Casteels in der 40. Minute mit einem Lupfer überwand. Den zweiten Wolfsburger Treffer erzielte der Pole Jakub Kaminski (65.).
Braunschweig-Ausgleich aus dem Nichts
Vor 22.000 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion übernahm der VfL nach einer vogelwilden Anfangsphase schnell das Kommando auf dem Platz. Besonders Torschütze Svanberg war von den Platzherren kaum zu halten und hätte in der 20. Minute um ein Haar zum zweiten Mal getroffen. Das 1:1 fiel dann aus dem Nichts, aber die Braunschweiger gingen nun mit breiter Brust in die Halbzeitpause. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan des DFB-Pokals)
Dabei musste das Team von Coach Michael Schiele die Begegnung personell geschwächt fortsetzen. Der bis dahin sehr auffällige Immanuel Pherai musste schon nach einer knappen halben Stunde offenbar wegen Adduktorenproblemen das Spielfeld verlassen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zum DFB-Pokal)
Kovac hatte Nationalspieler Lukas Nmecha, den zuletzt Knieprobleme plagten, erneut in die Startformation gestellt. Doch wie am vergangenen Wochenende beim Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach fand der klassische Mittelstürmer in den ersten 45 Minuten kaum Bindung zu seinen Mitspielern.
Braunschweig steckt nicht auf
Nach dem Seitenwechsel nahm der Zweitliga-Elfte, der in der ersten Runde den Erstligisten Hertha BSC aus dem Wettbewerb geworfen hatte, den Rückenwind aus der Schlussphase der ersten Halbzeit zunächst mit. Braunschweig kam jetzt besser in die Zweikämpfe, was Kovac mehrmals mit verärgertem Kopfschütteln quittierte.
Das Match blieb spannend, weil keine der beiden Mannschaften auf die Verlängerung spekulierte, sondern die Entscheidung in der regulären Spielzeit erzwingen wollte. In der 62. Minute fehlten den Platzherren nur wenige Zentimeter, als ein Schuss des eingewechselten Luc Ihorst den Außenpfosten streifte.
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Auf der anderen Seite steigerte sich Nmecha und war maßgeblich am zweiten Wolfsburger Tor beteiligt. Aber Braunschweig steckte nicht auf und ließ die Gäste nicht zum Durchschnaufen kommen.