Die deutschen Fußballerinnen wollen die Diskussionen um die Zukunft der derzeit pausierenden Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vor den wichtigen Nations-League-Spielen ausblenden.
„Wir als Team haben momentan ganz andere Dinge im Kopf“, sagte Nationalspielerin Linda Dallmann am Mittwoch: „Wir stecken fußballerisch in einer sehr ernsten Situation. Darauf müssen wir unseren Fokus richten.“
Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch betreut das Team am Freitag (17.45 Uhr/ARD) in Sinsheim gegen Wales und vier Tage darauf in Island (20.00 Uhr/zdfsport.de). Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will nach dem Erholungsurlaub der lange erkrankten Voss-Tecklenburg ein Gespräch über die weitere Zusammenarbeit führen. Eine Rückkehr der Bundestrainerin gilt nach einigen Irritationen zuletzt als unwahrscheinlich.
DFB: Team will mit Leistung überzeugen
„Wir müssen mit dem Trainer arbeiten, den wir bekommen. Wir haben da leider nicht viel zu sagen“, sagte Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger. Dallmann, die in Australien verletzt gefehlt hatte, betonte zudem, dass die bislang ausstehende Analyse des WM-Desasters bereits teamintern vorangetrieben worden sei. „Wir haben uns als Mannschaft hinterfragt. Es gab viele Dinge, die wir selbstkritisch gesehen haben“, sagte sie.
Voss-Tecklenburgs jüngster Auftritt beim Bayerischen Zahnärztetag im Erholungsurlaub hatte jedoch für Verstimmungen im Team gesorgt. Am Montag übte Nationalspielerin Lena Oberdorf öffentlich Kritik („Gibt mir ein paar Fragezeichen“).