Bayern-Trainer Vincent Kompany ist beim Viertelfinal-Sieg gegen Real Madrid (4:3) mit Gelb verwarnt worden (43.). Die Konsequenz: Der Belgier wird aufgrund seines dritten Vergehens im laufenden Wettbewerb im Halbfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain gesperrt fehlen.

Kompany hatte sich über das Einsteigen von Antonio Rüdiger gegen Josip Stanisic lautstark beschwert, in der Folge schoss Kylian Mbappé die Madrilenen mit 3:2 in Führung (42.).

Vincent Kompany kassierte die Gelbe Karte
Vincent Kompany kassierte die Gelbe KarteVincent Kompany kassierte die Gelbe Karte© IMAGO/Kirchner-Media

Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte Kompany anschließend ohne zu Zögern die Gelbe Karte.

Eins, zwei und drei: Die Vergehen von Kompany in der Königsklasse

Die erste Verwarnung erfolgte bereits am fünften Spieltag der Königsklasse. Beim 1:3 gegen den FC Arsenal beschwerte sich der Trainer zu lautstark über einen Pfiff von Schiedsrichter Marco Guida. Der gelbverwarnte Dayot Upamecano hatte Noni Madueke gefoult und war eindringlich ermahnt worden.

Die zweite Gelbe Karte folgte am achten Spieltag. Kurz nach dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von PSV Eindhoven beschwerte sich Kompany über die Dauer einer Auswechslung der Niederländer. Nur wenige Minuten später erlöste Harry Kane seinen Trainer jedoch und erzielte den Siegtreffer zum 2:1.

Besonders bitter war jedoch die dritte Verwarnung für den Belgier. Nach dem Viertelfinale wären alle Gelben Karten „gelöscht“ worden. Eine Sperre hätte Kompany also nicht mehr gedroht.

Eberl überrascht – Ärger bei Kompany

Bei Bayern zeigte man sich nach dem Abpfiff allerdings erstaunt von den Konsequenzen. „Ist das so? Wir sind in die Kabine gekommen und haben gesagt: ‚Großartig, kein Spieler ist gesperrt.‘ Jetzt ist der Trainer gesperrt. Um Gottes willen“, sagte ein überraschter Max Eberl, als er bei DAZN auf die Sperre angesprochen wurde.

Kompany selbst übte deutliche Kritik an der Entscheidung. „Ich finde die Entscheidung auch nicht richtig. Wenn man schaut, was da auf dem Platz passiert, wie viele Leute meckern und was sagen“, ärgerte sich der 40-Jährige.

Weiter erklärte er mit Blick auf die Szene zwischen Rüdiger und Stanisic: „Ich versuche immer respektvoll zu sein – und das war ich auch hier. Es ist normal, dass ich da was sage. Unser Spieler liegt auf dem Boden und er macht dann fast ein High Five!“