Yukinari Sugawara hat sich in der 5. Minute beim Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim einen echten Aussetzer geleistet – und ist damit auf unrühmliche Weise in die Klubannalen eingegangen.
Der Außenverteidiger des SV Werder Bremen kam bei einem Zweikampf mit Bazoumana Touré deutlich zu spät und trat dem Sinsheimer voll auf die Wade. Nach VAR-Check sah Sugawara die Rote Karte und kassierte dabei den schnellsten Platzverweis in der 63 Jahre zurückreichenden Bremer Bundesliga-Geschichte.
Bundesliga: Rekord-Rot für Werder Bremen
Zunächst zeigte Schiedsrichter Sören Storks dem Bremer nicht einmal Gelb, wurde dann aber von Video-Assistent Nicolas Winter in die Review-Area gebeten. Nach Ansicht der Bilder zückte der Unparteiische die Rote Karte.
Dadurch, dass sich der SVW-Verteidiger auf unrühmliche Art und Weise in den Werderaner Geschichtsbüchern verewigte, erwies er seinen Teamkollegen einen Bärendienst und schickte sich vorzeitig in die Sommerpause.
Sugawara: Womöglich sein letzter Akt für Werder
Da Rote Karten eine Sperre von mindestens einer Partie mit sich bringen, wird der Japaner das letzte Heimspiel gegen den BVB verpassen. Für Sugawara könnte der Platzverweis die letzte Aktion im Werder-Trikot gewesen sein: Er ist nur ausgeliehen vom FC Southampton, seine Zukunft ist noch nicht geklärt.
Leidträger des frühen-Werder Platzverweises war Offensivakteur Salim Musah, der von SVW-Coach Daniel Thioune für Defensivspieler Isaac Schmidt geopfert wurde. Für Musah war der taktische Wechsel vor allem bitter, da er in Hoffenheim sein Startelfdebüt feierte.
Und der Gefoulte? Der musste kurz behandelt werden und erschwerte die Herkules-Aufgabe für das Team vom Osterdeich zusätzlich. In der 26. Minute brachte Touré die Gastgeber mit einem schönen Abschluss in Führung.