Trainer Frank Schmidt sieht kleine Vereine wie seinen 1. FC Heidenheim angesichts der explodierenden Summen im internationalen Fußball vor einer schwierigen Zukunft. „Mein Eindruck: So sehr ums Geld wie zurzeit ging es noch nie. Die Spieler, die vom Karrierestatus her zu uns passen und die wir immer bekommen haben, die haben wir im vergangenen Sommer zum ersten Mal nicht mehr bekommen“, sagte der 52-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Schmidt warnt Vereine vor großen Summen

Heidenheim sei daher trotz des Aufschwungs der vergangenen Jahre in einer schwierigen Situation. „Man könnte vermuten: drittes Jahr Bundesliga, Europapokal gespielt, Geld für Transfers eingenommen, das läuft. Aber die Rahmenbedingungen um uns herum haben sich verändert, der Markt ist überhitzt wie noch nie“, so Schmidt.

Besonders die Erinnerung an die Demut während der Coronazeit lässt Schmidt im Rückblick stutzen. „Die große Frage war damals ja: Wird es den Profifußball überhaupt weiterhin geben? Und falls ja, dann müssen wir aber wirklich darauf achten, dass das Rad nicht gleich wieder überdreht wird… und jetzt ist genau das Gegenteil passiert. Das Rad ist überdreht wie noch nie“, sagte er.

Schmidt steht seit 2007 in Heidenheim an der Seitenlinie. Zuletzt hatte er angedeutet, dass die kommende Saison „mutmaßlich“ seine letzte in Heidenheim sein könnte. Sein Vertrag läuft 2027 aus.