Marie-Louise Eta versteckte sich bei den Feierlichkeiten der Mannschaft eher in der zweiten Reihe, sie genoss den Moment vor der Fankurve im Hintergrund. Ihre historische Premiere wollte die 34-Jährige keinesfalls zu hoch hängen.
„Man freut sich, wenn man Spiele gewinnt. Das war schon immer so und ist auch heute so. Es ist einfach pure Freude“, sagte Eta bei DAZN. Sie sei einfach „froh“, dass sich „die Jungs belohnt haben“.
Eta? „Sie hat es sich verdient“
Durch das 3:1 (1:0) von Union Berlin beim FSV Mainz 05 feierte sie als erste Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga einen Sieg. „Natürlich sind wir sehr, sehr glücklich, dass wir in keinem einfachen Spiel eine so gute Leistung gezeigt haben“, führte Eta aus. Aber ihr seien diese historischen Momente nicht wichtig. „Darum geht es nicht. Es ging darum, den Job bestmöglich zu machen und Punkte und Siege zu holen.“
Ihr sei lediglich „wichtig, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben und die drei Punkte geholt haben“, so Eta. Die Spieler gönnten ihrer Chefin den Erfolg dennoch von ganzem Herzen. „Sie hat es sich verdient. Den Sieg haben wir auch für sie geholt, weil sie einfach gute Arbeit leistet“, sagte Kapitän Christopher Trimmel: „Man sieht, dass wir uns die letzten Wochen gefangen haben.“
Nach zwei Niederlagen zum Auftakt hatte Eta mit Union in der Vorwoche ein Remis und nun eben den ersten Sieg geholt.