Marie-Louise Eta übernimmt den Cheftrainer-Posten bei Union Berlin und wird damit zur ersten festen Trainerin in der Geschichte der Bundesliga. Das gab der Verein am späten Samstagabend um 23.47 Uhr offiziell bekannt.
Alexandra Popp erfuhr am Sonntagmorgen von der historischen Beförderung. „Ich finde es einen richtig, richtig coolen Schritt“, freute sich die Ex-Nationalspielerin (145 A-Länderspiele) am Rande der Icon League im Gespräch mit SPORT1.
Popp traut Eta einiges zu
Popp und Eta kennen sich bestens. „Ich habe in der U15-Nationalmannschaft zusammen mit ihr gespielt. Da weiß ich als Spielerin auch schon, über welche fußballerische Intelligenz sie verfügt“, erklärte Popp, die den VfL Wolfsburg zum Saisonende verlassen und sich einer neuen Herausforderung bei den Frauen von Borussia Dortmund widmen wird.
Eta spielt Fußball, seit sie sechs Jahre alt ist. Im Alter von 13 Jahren wechselte sie zu Turbine Potsdam. Mit Potsdam gewann sie 2010 die Champions League und dreimal die Deutsche Meisterschaft. Außerdem wurde sie U20-Weltmeisterin. „Man sieht an ihren Erfolgen, dass sie es als Trainerin auch allen zeigen kann“, ist sich Popp sicher.
Ein „ganz, ganz wichtiger“ Schritt
Der Schritt in die Männer-Bundesliga sei ein „ganz, ganz wichtiger für die Frauen. Man hat schon viele Jahre darüber gesprochen. Dass es jetzt endlich passiert ist, ist extrem cool. Ganz, ganz wichtig“, freute sich Popp. Die 35-Jährige hofft, „dass in den kommenden Jahren die eine oder andere noch nachzieht“.
Eta folgt beim Tabellenelften auf Steffen Baumgart, der nach der 1:3-Pleite bei Schlusslicht Heidenheim seinen Hut nehmen musste. Auch die Co-Trainer Danilo de Souza und Kevin McKenna mussten gehen. Eta trainierte zuvor die U19-Junioren der Köpenicker und übernimmt nun bis Saisonende bei den Profis.