Markus Krösche macht die vielen Gegentore von Eintracht Frankfurt in dieser Saison auch an der komplizierten Torwart-Situation fest. „Wir haben die Stabilität von Anfang an nicht gefunden, was zwar auch mit Verletzungen zu tun hatte, aber wir haben auch Entscheidungen getroffen, die nicht zur Stabilität beigetragen haben“, argumentierte der Sportvorstand der SGE im SPORT1 Doppelpass.
Er sprach in der Folge auch den Abgang von Kevin Trapp, der im Sommer 2025 an Paris FC abgegeben wurde, an. „Wir haben die Freigabe von Kevin nicht verflucht. Er war immer ein wichtiger Spieler für uns und er hatte einen großen Anteil daran, dass wir die Champions League erreicht haben“, sagte Krösche zwar – machte aber auch deutlich, dass er Trapp prinzipiell gern gehalten hätte, wenn dessen persönliche Situation anders gewesen wäre.
Trapp aufhalten? „Das kannst du nicht machen“
„Es war der Wunsch von Kevin. Und sollen wir jetzt einem 35-Jährigen, der die Chance hat, in seiner Wahlheimat nochmal einen Dreijahresvertrag zu unterschreiben, das verbauen? Das kannst du nicht machen“, fügte der Funktionär hinzu.
Frankfurts eigentliche Nummer eins, Kaua Santos, fehlte mehrfach aufgrund schwererer Knieverletzungen und steht nach wie vor nicht zur Verfügung. In der laufenden Saison hat der Brasilianer lediglich 16 Spiele absolviert. Er wird von Michael Zetterer vertreten.
„Wir werden sehen, was passiert. Kaua ist verletzt und Zetti steht aktuell im Tor. Es herrscht Konkurrenzkampf. Aber die Wechsel im Tor haben nicht zur Stabilität beigetragen“, blickte Krösche schon ein wenig nach vorne.