Im nach wie vor andauernden Poker um die mögliche Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund haben sich auch die Experten im SPORT1-Doppelpass ihre Meinung geäußert.
Der Ex-Profi und frühere Trainer Markus Babbel „sehe es so, dass er versucht, den Markt zu beobachten. Ob vielleicht noch ein Verein daherkommt, wo er noch mehr Geld verdienen kann“, sagte er am Sonntag.
Schlotterbeck-Poker: „Wir reden über Größe“
Bei einer Verlängerung seines Vertrages könnte Schlotterbeck „ein absolutes Idol bei Borussia Dortmund werden. Entweder bin ich mit vollem Herzen dabei – und ob ich dann ein bisschen mehr oder weniger verdiene … wir reden über Größe“, schätzte Babbel die Situation ein.
Für das Zögern des Nationalspielers zeigte sich Babbel einigermaßen verständnislos und fügte hinzu: „Es ist mittlerweile ein Trend, dass man sehr lange braucht, um festzustellen, dass es dann doch der richtige Verein ist. Das kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.“
Babbel forderte stattdessen eine klare Haltung. „Entweder bin ich mit vollem Herzen mit dabei und fühle mich dort gut, oder – und das ist völlig legitim – ich will etwas Neues sehen, nochmal eine neue Liga und eine neue Sprache“, betonte er: „Was auch nachvollziehbar wäre, aber dann brauche ich nicht so einen Eiertanz.“
Zuletzt hatte es Gespräche zwischen Schlotterbeck und BVB-Geschäftsführer Lars Ricken sowie mit dem neuen Sportdirektor und Kehl-Nachfolger Ole Book gegeben. SPORT1-Experte Stefan Effenberg stellte sich daher die Frage: „Geht es wirklich um die Gespräche mit dem Sportvorstand oder dem Manager? Das Herz muss entscheiden. Das hat jetzt ja nichts mit einer Person zu tun.“
Schlotterbeck? „Das Herz muss entscheiden“
Effenberg meinte: „Will er in Dortmund bleiben? Sieht er dort seine Zukunft? Sieht er dort auch eine erfolgreiche Zukunft? Das sind die Fragen, die er für sich selbst beantworten muss. Und das ist unabhängig von Kehl oder Book.“
Aber auch die BVB-Bosse sieht Effenberg in der Pflicht. „Die Verantwortlichen geben kein gutes Bild ab, aber der Spieler macht es dem Verein nicht gerade leicht. Ich würde mir wünschen, dass er dableibt, weil er dort wirklich zu einer Ikone aufsteigen kann“, sagte er.
Schlotterbeck „ist ein Führungsspieler, er ist eine wichtige Person in der Führung auf dem Platz. Es wird sich vielleicht noch ein paar Monate hinziehen“, prophezeite Effenberg.
Der Vertrag von Schlotterbeck beim BVB läuft noch bis Sommer 2027.