Es war ein Abendessen mit reichlich medialer Brisanz. Am vergangenen Dienstag kam es in Frankfurt zu einem Treffen, bei dem sowohl BVB-Trainer Niko Kovac als auch Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche anwesend waren.

Im aktuellen Sportstudio haben nun beide Details dazu gegeben, wie es zu dem Dinner kam, das die Gerüchteküche zum Brodeln brachte.

Markus Krösche klärt über das gemeinsame Abendessen mit Niko Kovac auf
Markus Krösche klärt über das gemeinsame Abendessen mit Niko Kovac auf Markus Krösche klärt über das gemeinsame Abendessen mit Niko Kovac auf© IMAGO/Jan Huebner

“Es ist eine witzige Geschichte“, begann Krösche, als er von ZDF-Moderator Jochen Breyer auf die Thematik angesprochen wurde.

So erklärt Krösche das Treffen mit Kovac

Auslöser des Treffens sei der 70. Geburtstag des ehemaligen SGE-Präsidenten Peter Fischer gewesen, der eine Feier veranstaltet habe, zu der auch Kovac (2016 bis 2018 Trainer bei Eintracht Frankfurt, Anm. d. Red.) eingeladen wurde und deshalb nach Frankfurt reiste.

„Unser Pressesprecher Jan Strasheim ist mit Niko befreundet. Ich habe gesagt, dass ich zum Essen dazukomme. Wir haben uns dann zusammengesetzt und über Fußball gesprochen“, erläuterte Krösche und meinte mit einem Lachen: „Was daraus gemacht wurde, ist das heutige Leben.“

Krösche war 2021 zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Seither legte der Klub mit dem Gewinn der Europa League und zahlreichen lukrativen Transfers eine äußerst positive Entwicklung hin. Entsprechend mehrten sich zuletzt die Spekulationen, Krösche könnte den nächsten Karriereschritt anstreben. Immer wieder wurde er mit dem BVB in Verbindung gebracht.

Dazu sei gesagt: Nachdem sich Krösche und Kovac zu dem Abendessen äußerten, überschlugen sich bei Dortmund die Ereignisse. Der Klub und Sportdirektor Sebastian Kehl entschieden sich für die Beendigung der Zusammenarbeit. Topkandidat auf die Nachfolge soll ein Mann aus der 2. Bundesliga sein.

Kovac über Krösche: „Man kennt sich als Kollege“

Auch Kovac hatte zuvor bei der Frage nach einem möglichen BVB-Interesse an Krösche geschmunzelt. „Man kennt sich als Kollege, letztendlich arbeiten wir im Fußball-Business. Wenn ich mit einem Freund essen gehe – sprich mit Jan Strasheim – und dazu gesellt sich dann der Sportvorstand, ist das – denke ich mir – nichts Schlimmes“, sagte er. „Aber anscheinend darf ich das inzwischen auch nicht mehr.“

Krösche blieb vage, was seine eigenen Zukunftsvorstellungen angeht: „Am Ende ist es so, dass ich total gerne bei Eintracht Frankfurt arbeite. Ich bin jetzt fast fünf Jahre dort, was für einen Sportvorstand in der heutigen Zeit schon eine sehr lange Zeit ist. Wir haben sehr viele erfolgreiche Zeiten gehabt zusammen.“

„Ich bin kein Typ, der jetzt irgendwie die nächsten Schritte plant“, erklärte der Sportvorstand weiter und verdeutlichte: „Ich versuche, meinen Job so gut wie möglich zu machen und alles andere interessiert mich eigentlich gar nicht.“