Der FC Bayern hat beim 1. FC Union Berlin erstmals in dieser Bundesliga-Saison Punkte liegen lassen. An der Alten Försterei kam der FCB nicht über ein 2:2 hinaus, Harry Kane hatte den Münchnern in der Nachspielzeit noch einen Punkt gerettet.

Im Vergleich zum 2:1-Sieg in der Königsklasse bei Paris Saint-Germain veränderte Cheftrainer Vincent Kompany seine Startformation nur auf einer Position: Leon Goretzka lief für Aleksandar Pavlovic im zentralen Mittelfeld auf.

Vincent Kompany spielte mit Bayern 2:2 in Berlin
Vincent Kompany spielte mit Bayern 2:2 in BerlinVincent Kompany spielte mit Bayern 2:2 in Berlin

Kompany-Maßnahme überrascht Matthäus

Dass der belgische Trainer sein Personal lediglich auf einer Position tauschte, überraschte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.

„Ich wusste, dass es ein schwieriges Spiel wird. Mich hat es überrascht, dass es nur ein Wechsel in der Startelf war nach diesem schwierigen Spiel in Paris, und das hat man auch im Spiel gemerkt“, befand Matthäus nach dem Spiel bei Sky.

Auf diese Thematik angesprochen, verteidigte Kompany seinen Plan und verwies auch auf das zurückliegende Heimspiel der Bayern gegen Bayer Leverkusen (3:0).

„Im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel habe ich sieben Wechsel gemacht. Harry Kane hat gegen Leverkusen nicht gespielt. Lucho Díaz hat in Paris nur 45 Minuten gespielt, Michael Olise hat gegen Leverkusen auch nicht gestartet. Das sind Jungs, die das gewöhnt sind, dreimal die Woche zu spielen“, stellte Kompany bei DAZN klar.

Kompany deckt mentale Schwäche auf

Der Belgier gestand, dass seine Mannschaft zu Beginn der Partie nicht vollends wach war und mentale Defizite aufwies.

„In der ersten Halbzeit haben wir mental nicht am richtigen Knopf gedreht. Nach 30 Minuten hat sich das geändert. Ansonsten wären wir nicht mehr in das Spiel zurückgekommen. Wir haben versucht, in dieser Formation alles richtig zu machen. Es war richtig“, sagte Kompany.

Danilho Doekhi hatte für Union Berlin doppelt getroffen, auf Münchner Seite waren Luis Díaz und Harry Kane erfolgreich.